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Döbeln Verdienter Ruhestand nach 25 Jahren: Ein Vierteljahrhundert ackern in Polkenberg
Region Döbeln Verdienter Ruhestand nach 25 Jahren: Ein Vierteljahrhundert ackern in Polkenberg
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11:42 01.08.2016
Diese Milchkanne überreichte ein befreundeter Unternehmer zur 25-Jahrfeier an Vorstand Jochen Müller. Sie ist ein Symbol kontinuierlicher ertragreicher Arbeit. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Polkenberg

Zur Jubiläumsfeier der Genossenschaft waren Mitarbeiter, Verpächter, befreundete Unternehmer und weitere langjährige Weggefährten zur Feier auf das Betriebsgelände in Polkenberg eingeladen. Müller: „Für die Vorstandsmitglieder war es wichtig, auf diesem Wege den Mitarbeitern und auch den Verpächtern zu danken für das langjährige Vertrauen, das sie uns in all den Jahren entgegen gebracht haben, indem sie uns ihr Land bewirtschaften lassen,“ sagt der 67-Jährige.

Leiter Tierproduktion rückt in Vorstand

Damit ist nicht allein ein Vierteljahrhundert der jüngeren Unternehmensgeschichte abgeschlossen beziehungsweise schließt sich ab jetzt eine Menge Neues an. Für Jochen Müller bringt dieses Jahr auch den Abschied aus dem beruflich aktiven Leben. Er wird in den Ruhestand gehen. In Kürze verlässt er damit auch den geschäftsführenden Vorstand. Er bleibt der Genossenschaft weiter treu, lässt auch eigenes Land von ihr bewirtschaften. Ihm folgt David Flache in den Vorstand.

Der 28-Jährige ist derzeit Leiter der Tierproduktion und wird dann zusammen mit Christian Uebigau die Genossenschaft leiten. Das wird eine Zäsur in der Unternehmensgeschichte. Gegründet wurde die Agrargenossenschaft am 1. Januar 1991 aus drei vorherigen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften: der LPG Pflanzenproduktion Polkenberg, der Tierproduktion Polkenberg sowie der Tierproduktion Naunhof. Mit Müller, Arnd Gasch und bis vor wenigen Monaten noch Jochen Kupfer gehörten frühere Mitglieder aus führenden Positionen zum ersten neuen Genossenschafts-Vorstand.

Biogasanlage und Melkzentrum geplant

„168 Mitglieder hatten wir zum damaligen Zeitpunkt“, erinnert sich Müller. Es seien 2800 Hektar bewirtschaftet worden. Nunmehr hat die Agrargenossenschaft stabile 85 Mitglieder, bewirtschaftet 1720 Hektar Acker- und 177 Hektar Grünland und ist in der Milchproduktion aktiv.

Der Bereich Milchproduktion ist der nächste, in welchem sich die Landwirte bald weiterentwickeln wollen. Ein neues Melkzentrum mit Kälberstall soll gebaut werden. Beantragt sei alles, das Genehmigungsverfahren laufe noch. Der Baustart ist für 2017 ins Auge gefasst.

Noch in diesem Jahr solle ein weiteres großes Bauprojekt abgeschlossen werden, mit dem das Unternehmen auf nachhaltiges, ressourcenschonendes Wirtschaften setzt: Eine Biogasanlage, welche unmittelbar in den Stoffkreislauf des Unternehmens eingebunden sein und die im Stall anfallende Gülle verstromen wird, soll in diesem Jahr noch in Betrieb genommen werden.

Von Steffi Robak

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