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Verein für Bürgerhaus soll sich am 31. Mai gründen

Roßwein Verein für Bürgerhaus soll sich am 31. Mai gründen

Einen konkreten Fahrplan, wie sich das Roßweiner Kirchgemeindehaus am Schuldurchgang zu einem Bürgerhaus wandeln soll, legte Pfarrer Heiko Jadatz am Sonntag vor. Er informierte in einer gut besuchten Gemeindeversammlung in der Winterkirche, die sich an den Gottesdienst anschloss.

Gemeindehaus soll Bürgerhaus werden.

Quelle: Fotograf Sven Bartsch

Rosswein. Einen konkreten Fahrplan, wie sich das Roßweiner Kirchgemeindehaus am Schuldurchgang zu einem Bürgerhaus wandeln soll, legte Pfarrer Heiko Jadatz am Sonntag vor. Er informierte in einer gut besuchten Gemeindeversammlung in der Winterkirche, die sich an den Gottesdienst anschloss.

So steht jetzt mit dem 31. Mai der Termin fest, an dem der Verein gegründet werden soll, der in Zukunft das Bürgerhaus betreibt. Der Vorstand dieses Vereins soll sich aus zwei Vertretern der Stadt Roßwein, zwei Vertretern der Kirchgemeinde und zwei weiteren Mitgliedern zusammensetzen.

Über ein europäisches Förderprogramm, bei dem es um nachhaltige soziale Stadtentwicklung geht, kann eine Personalstelle besetzt werden, die sich um die Organisation und den Betrieb des Bürgerhauses kümmert. Die Mittel dafür sind bereits bestätigt, vorgesehen ist, die Stelle im August oder September dieses Jahres zu besetzen. Geplant ist laut Pfarrer Jadatz dann im vierten Quartal 2017, für das Gebäude und das Grundstück des jetzigen Gemeindehauses einen Erbbaupachtvertrag mit der Stadt abzuschließen. Geeinigt werden müsste sich zum Beispiel noch darüber, welche Dauer der Vertrag haben soll – 30 oder 50 Jahre und über die Höhe des Pachtzinses. Danach könnten Gebäude und Grundstück von der Stadt an den neuen Bürgerhausverein vermietet werden. Der Verein als Träger soll sich dann um das Haus kümmern, sowohl was technische Belange betrifft, als auch die Auslastung mit Veranstaltungen und Angeboten. Die Mietwohnung soll erhalten bleiben.

Ab nächstem Jahr sei dann die schrittweise Sanierung des Gebäudes vorgesehen. Zunächst sind Baumaßnahmen über das Sicherungsprogramm geplant, das auch schon für den Rheinischen Hof genutzt werden konnte und für das künftige Ärztehaus (Alte Post) genutzt wird. Das betrifft zum Beispiel Dach, Fassade, Trockenlegung. Dann wäre der Innenausbau an der Reihe. Um das Bürgerhaus als solches auch wirklich nutzen zu können, müsste es neue sanitäre Einrichtungen geben. Die wiederum sind nach vorliegenden Plänen nur in einem Anbau unterzubringen. „Die Investitionen liegen gerade mal noch im sechsstelligen Bereich“, nannte der Pfarrer eine finanzielle Größenordnung. Wie der Anbau und der Innenausbau bezahlt werden sollen, ist noch offen.

Rosemarie Schumann aus der Kirchgemeinde Roßwein fragte in der Versammlung, weshalb die Kirche das Gemeindehaus verpachten will und nicht gleich verkauft: „Wenn wir realistisch sind, wir brauchen das Haus nicht.“ Aus heutiger Sicht stimmte Heiko Jadatz zu. Doch keiner weiß, wie die Situation in ein paar Jahrzehnten aussieht. Die Kirchgemeinde bewahrt sich mit der Pachtvariante „eine gewisse Sicherheit“, so der Pfarrer.

Von Olaf Büchel

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