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Döbeln Vereinsvorsitzende Monika Fischer für Goldenen Stiefel der DAZ nominiert
Region Döbeln Vereinsvorsitzende Monika Fischer für Goldenen Stiefel der DAZ nominiert
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00:21 06.08.2017
Es geht voran im Ballsaal – noch in diesem Jahr könnte hier gefeiert werden. Quelle: Dirk Wurzel
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Ostrau

Schon die Zahl der Nominierungen zeigt, welchen Stellenwert Monika Fischer und der Verein Kulturdenkmal Gasthof Wilder Mann in Ostrau haben. Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) hat den Vorschlag für die Kategorie Geschichte im Namen der gesamten Gemeindeverwaltung eingereicht. Leser wie Elisabeth Jooß haben Monika Fischer in der Kategorie Kunst und Kultur vorgeschlagen. Zugrunde liegt beiden das gleiche ehrenamtliche Engagement der 72-Jährigen: „Als Vorsitzende des Vereins leistet Monika Fischer mit sehr großem Einsatz eine vorbildliche Arbeit für Ostrau und Umgebung“, schreibt Jooß.

Dirk Schilling, der auch Fischers Ehemann Wolfgang Hofmann in die Nominierung einbezieht, meint, beide seien „in Sachen Einsatzbereitschaft Vorbild. Sie haben mit ihrer positiven Ausstrahlung und ihrem unerschütterlichen Glauben an den Erhalt dieses Ostrauer Wahrzeichens viele Skeptiker überzeugt.“ Und: „Mit ihrer charmanten Art schafft es Frau Fischer immer wieder, Sponsoren zu finden und selbst kostenpflichtig gebundene Fachfirmen noch zu Gratisleistungen am Objekt zu bewegen.“

Die „charmante Art“ lässt sich im Gasthof Wilder Mann beinahe jeden Tag erleben. Derzeit wird im hinteren Eingangsbereich noch gemalert. Monika Fischer ist immer dabei, kocht Kaffee zum Frühstück und Mittagessen für die Arbeiter und sorgt damit für eine gute Arbeitsatmosphäre, zu der mancher Handwerker gern auch gratis zurückkehrt.

Auf die Nominierung angesprochen, zeigt sich die Döbelnerin, die seit 1971 in Ostrau lebt, bescheiden. „Das ist schon jetzt eine Auszeichnung. Ich war sehr überrascht und erfreut und es war ganz klar, dass ich die Nominierung annehme, aber die gilt für alle. Wenn es dazu kommen sollte, werde ich die Glückwünsche weitergeben“, betont sie.

Dass sie und ihr Ehemann sich so stark für den Erhalt des Gasthofs engagieren, reicht weit in die Vergangenheit zurück. „Der Sohn der letzten privaten Eigentümer – Familie Riedel – und mein Mann sind praktisch im Gasthof aufgewachsen“, erzählt sie. Noch heute sei man gut befreundet und die früheren Betreiber verfolgen aus Dresden gespannt die Entwicklung im Wilden Mann.

Als Monika Fischer 2010 nach vielen Jahren in der Wohnungs- und Grundstücksverwaltung der Gemeinde den Ruhestand antritt, flammt die alte Verbundenheit wieder auf und sie folgt der Anfrage, sich in der neuen Arbeitsgruppe zum Erhalt des Gasthofs zu engagieren. Seit 2014 leitet sie den daraus hervorgegangenen Verein, hat seither allein mehr als 50 000 Euro Fördermittel eingeworben und dadurch entscheidend dazu beigetragen, dass seit zwei Jahren wieder im Erdgeschoss gefeiert und wohl noch in diesem Jahr auch der Ballsaal wieder genutzt werden kann.

Von Sebastian Fink

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