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Verfall macht keine Schule

Verfall macht keine Schule

In Grimma beklagen Makler teilweise drastisch gefallene Immobilienpreise. Um bis zu 40 Prozent Punkte seien diese gesunken. Grund für diesen Verfall ist das Junihochwasser.

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Luftblick auf die Döbelner Muldeinsel: Trotz Hochwassergefahr gibt es hier kaum Immobilien-Schnäppchen.

Quelle: Archiv/ Wolfgang Sens

Döbeln/Grimma. Trotz Förderung des Wiederaufbaus werde Grimma länger brauchen als 2002, um zu alter Stärke zurückzufinden, schätzt Wolfgang Kaminsky, Betreiber des Immobiliencenters Muldental. "Den Gewerbetreibenden ist das Geschäft weggebrochen", sagt er.

In Döbeln sieht das anders aus. Obwohl auch hier die Mulde wütete und große Zerstörungen anrichtete, scheint das Grimmaer Beispiel des Preisverfalls nicht Schule zu machen. "Grimmaer Verhältnisse kann ich für unseren Markt nicht bestätigen", sagt Torsten Kurth, Immobilien-Spezialist der Sparkasse. Er weiß lediglich von einem älteren Ehepaar, dass sein Haus am Zwingergässchen verkaufte - zu einem deutlich geringeren Preis, als die Leute ohne Hochwasser hätten aufrufen können. "Wir haben in der Döbelner Innenstadt wenig eigengenutzte Häuser. Die meisten sind als Wohnungen und Geschäftsräume vermietet und dadurch rentabel", sagt Torsten Kurth. Es laste kaum Verkaufsdruck auf den Hauseigentümern. Ein Blick in die Stadt bestätigt: In Döbeln sieht es weitgehend so aus, als hätte es nie ein Hochwasser gegeben. "Es ist vorstellbar, dass sich die Wertentwicklung von Immobilien in hochwassergefährdeten Gebieten unterschiedlich entwickelt", sagt der Döbelner Makler und Immobilienbesitzer Wolfgang Müller. "Vor allem, weil die Döbelner sehr schnell, engagiert und konsequent ihre Häuser wieder aufgebaut haben", sagt Wolfgang Müller. Er kann einen Preisverfall bei Immobilien in Döbeln genau sowenig bestätigen, wie Torsten Kurth. Wolfgang Müller sieht einen Zusammenhang zwischen den Gebäudepreisen und der Intensität der Wiederaufbauphase nach der Flut sowie zu der guten Aufstellung Döbelns als Einkaufstadt.

In Mittelsachsen wird sich erst in einem Jahr zeigen, ob und wie sich die Flut vom Juni 2013 auf die Grundstückspreise auswirken wird. Dann veröffentlicht der Gutachterausschuss des Landkreises die Bodenrichtwerte, also nach Regionen und Städten differenzierte Quadratmeterpreise für Bauland. Ob das diesjährige Hochwasser eventuell Grundstückspreise beeinflusst, lässt sich anhand der aktuellen Zahlen aus 2013 nicht sagen. Dirk Wurzel

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