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Verhaftet in Döbeln, verurteilt in Dresden:Hells-Angels-Chef muss hinter Gitter

Verhaftet in Döbeln, verurteilt in Dresden:Hells-Angels-Chef muss hinter Gitter

In Döbeln-Ost betrieb der Dresdner Hells-Angels-Chef Lutz W. eine Werkstatt. In Großbauchlitz verhafteten Spezialkräfte der Polizei den Mann am 15. August vergangenen Jahres auf recht spektakuläre Weise.

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Am 15. August vergangenen Jahres klickten in Großbauchlitz die Handschellen. Jetzt hat das Landgericht Dresden den Chef der Dresdner Hells Angels wegen Drogenverbrechen zu fast fünf Jahren Haft verurteilt.

Quelle: Privat

Jetzt ist der Prozess gegen den 46-Jährigen am Landgericht Dresden zu Ende gegangen. Die 3. Große Strafkammer unter Vorsitz von Joachim Kubista verurteilte Lutz W. wegen Drogenverbrechen zu vier Jahren und drei Monaten Haft.

 

"Der Angeklagte W. wurde wegen bewaffneten unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge verurteilt. Sein Verteidiger hatte vier Tage vor der Urteilsverkündung Verfassungsbeschwerde gegen die Haftfortdauer eingelegt", teilt Ralf Högner, Vorsitzender Richter am Landgericht Dresden und dessen Pressesprecher, auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung mit. Laut Strafprozessordnung darf die Untersuchungshaft grundsätzlich nur ein halben Jahr dauern. Innerhalb dieser Zeit muss das Gericht sein Urteil gesprochen haben. Denn auch für einen Untersuchungshäftling gilt die Unschuldsvermutung. Lutz W. ist seit fast zehn Monaten in Haft. Der Prozess gegen ihn begann am 19. März.

 

Mit Lutz W. saß auch Vitali F. auf der Anklagebank. Ihn verurteilte die Kubista-Kammer laut Gerichtssprecher Högner zu einer Gesamtstrafe von drei Jahren und neun Monaten Haft. Der Schuldspruch lautete unter anderem auf unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln, unerlaubten Waffenbesitz und unerlaubten Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen. F. hat ein langes Vorstrafenregister - Lutz W. dagegen ist bisher nicht vorbestraft. In seiner Döbelner Motorrad-Werkstatt "Luzifers Garage" fanden die Ermittler 82 Gramm Kokain und zwei Einhandmesser - darum lautete die Anklage schließlich auf bewaffneten Handel mit Betäubungsmittel in nicht geringer Menge. Der Gesetzgeber sieht für dieses Verbrechen mindestens fünf Jahre Haft vor. Dass die Kammer bei W.´s Urteil neun Monate unter dieser Mindeststrafe bleiben konnte, liegt an der Annahme eines minder schweren Falls, für den das Betäubungsmittelgesetz eine geringere Freiheitsstrafe vorsieht.

 

Die Polizei war seit 2011 Vitali F. auf den Fersen. Das berichtete der Kripo-Beamte Frank K. im Zeugenstand. Ein Jahr später kam ein erneuter Hinweis, diesmal geriet auch Lutz W. ins Visier der Beamten. Im Sommer 2013 kam ein Tipp von der tschechischen Antidrogeneinheit. "Wir observierten die Leute, hörten ihre Telefone ab und hatten viele Verdachtsmomente wie kurze Treffen an ungewöhnlichen Orten oder seltsame Telefongespräche, aber nichts Konkretes." Von 2011 bis 2014 ermittelte die Polizei mit kurzen Unterbrechungen verdeckt gegen F. und W.. Bei Durchsuchungen fanden die Beamten aber nie etwa Belastendes. Am 15. August 2014 hörten die Beamten wieder Gespräche mit und erfuhren, dass Witali F. zu Lutz W. in dessen Garage fährt. Man entschloss sich zur Festnahme und so klickten an der Grimmaischen Straße die Handschellen.

 

Das Urteil der 3. Großen Strafkammer des Landgerichtes Dresden ist noch nicht rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidigung können es mit der Revision anfechten. "Rechtsmittel gegen das Urteil sind noch nicht eingegangen, die Frist ist aber noch offen", sagt Gerichtssprecher Ralf Högner.

Dirk Wurzel

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