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Döbeln Verkürzter Unterricht und längeres Baden in den Freibädern
Region Döbeln Verkürzter Unterricht und längeres Baden in den Freibädern
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17:50 13.09.2016
Nora, Lena, Emily, Martin und Anna aus der Klassenstufe 12 des Lessing-Gymnasiums in Döbeln freuen sich über verkürzten Unterricht und hitzefrei. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Der Sommer 2016 legt noch mal einen späten Endspurt hin. Das freut nicht nur die Freibadbetreiber in der Döbelner Region. Auch die 739 Schüler des Lessing-Gymnasiums in Döbeln waren am Dienstag im Spätsommerglück. Noch nie gab es im September hitzefrei. Doch am Montagnachmittag hatte die Schulleitung in Anbetracht der angekündigten Temperaturen für Dienstag und Mittwoch verkürzten Unterricht angeordnet. Das heißt eine 45 Minuten lange Unterrichtsstunde schrumpfte hitzebedingt auf 30 Minuten zusammen. 12.55 Uhr war somit für alle Schüler Unterrichtsschluss. „Besonders an der Außenstelle am Körnerplatz sorgte die Sonneneinstrahlung für unangenehme Wärme beim Lernen“, so die stellvertretende Schulleiterin Heike Geißler. Am Mittwoch werden sie die Wetterlage wieder in Augenschein nehmen und eventuell am Donnerstag einen weiteren Schultag mit verkürztem Unterricht ausrufen.

Nicht nur in den Verhandlungen geht es im Amtsgericht Döbeln manchmal hitzig zu. Derzeit schwitzen Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte unter ihren schwarzen Roben ganz besonders. Grund: Im Verhandlungssaal 203 ist die Lüftungsanlage ausgefallen. Da klingt es ein wenig nach Realsatire, als das Schöffengericht Anfang der Woche darin eine Brandstiftung verhandelte. Der Saal 203 liegt an der Südseite des Gerichtsgebäudes und hat große Bleiglasfenster – heizt sich also dementsprechend schnell auf. Als der Prozess gegen Baulöwe Rolf F. Ende vergangener Woche begann, trug Rechtsanwalt Prof. Ulrich Sommer einen modern gestreiften, sommerlich anmutenden Anzug zur Schau. Die Robe hatte er nicht an, als er F.´s Frau verteidigte, die ebenfalls des Betrugs angeklagt ist. Vom zuständigen Sächsischen Staatsbetrieb für Immobilien und Baumanagement (SIB) heißt es zum „Schwitzungssaal“ 203: „Vom Nutzer ist bislang noch keine Meldung beim SIB eingegangen.“ Offenbar scheint die Wärme bei der Juristerei doch nicht zu stören...

Immerhin ist gleich schräg gegenüber von Justizias Döbelner Tempel das Döbelner Stadtbad zu finden. Hier sorgen bei 30 Grad in der Sonne 24 Grad im Wasser für Abkühlung. „Wir haben seit vergangenen Donnerstag jeden Tag 500 bis 600 Besucher gezählt. Aus einer durchschnittlichen Freibadsaison wird dank des Septemberhochs noch eine recht gute“, sagt Schwimmmeisterin Sylvia Schlegel. Bis Ende der Woche hat das Döbelner Freibad täglich von 9 bis 21 Uhr geöffnet. Mit dem angekündigten Regenwetter am Wochenende soll die Freibadsaison dann enden und öffnet ab Sonnabend das Hallenbad wieder. Bis dahin werden wohl um die 27 000 Freibadbesucher in dieser Saison zusammengekommen sein. Besonders beliebt ist derzeit das abendliche Schwimmen im Freibad zwischen halb acht und neun. Dann wird es schon dunkel. Die Beleuchtung im Becken und das Flutlicht locken Schwimmer aus der gesamten Umgebung an.

300 bis 400 Besucher zählt auch das Leisniger Freibad seit dem Wochenende pro Tag. „Die heißen Tage im September geben der Saison noch einen Schub“, sagt Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth. Das Bad soll bis Sonntag offen haben. Dann werde man die Wetterlage beobachten und öffnen, wenn Besucher kommen. Das Leisniger Badewasser wird zusätzlich über eine Solarthermieanlage erwärmt.

Im Roßweiner Rathaus ärgert man sich unterdessen fast ein wenig über das tolle Spätsommerwetter. Denn hier hat wegen dem Schul- und Vereinssport sowie vieler Kurse wieder der Indoor-Badebetrieb im Hallenbad begonnen. Die Saison im Freibad Wolfstal ist beendet. Aus personellen Gründen können Freibad und Hallenbad nicht gleichzeitig betrieben werden, begründet die Stadtverwaltung.

Von Thomas Sparrer & Dirk Wurzel

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