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Döbeln Verschenktes in Haus in Waldheim jetzt ohne Bauchbinde
Region Döbeln Verschenktes in Haus in Waldheim jetzt ohne Bauchbinde
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17:37 16.02.2016
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Waldheim

Bis vor kurzem klingelte bei Inge Lengert-Lehmann das Telefon wegen eines Angebots. Die Leute wollten ihr Haus am Waldheimer Niedermarkt geschenkt haben. Schließlich prangte an dem maroden Gebäude das Banner „Haus zu verschenken“ über dem Rolltor. Das ist nun endlich verschwunden. Denn das Haus hat schon vor längerer Zeit den Eigentümer gewechselt. „Wir konnten das nur jemanden geben, der auch das nötige Geld für eine Sanierung hat“, sagt die Immobilienmaklerin aus Köln. Schließlich gilt es auch die Auflagen des Denkmalschutzes einzuhalten. Was bei einem eigentlich abrissreifen Gebäude auch zu einem langen Papierkrieg mit den dafür zuständigen Behörden führen kann.

Mit einem Mann aus dem Ruhrgebiet glaubt Inge Lengert-Lehman den richtigen Eigentümer gefunden zu haben. „Man hilft ja keinem, der glaubt, das Gebäude mit der Investition von 10 000 Euro wieder bewohnbar zu machen“, sagt sie. Diesen Zahn habe sie erst kürzlich einem Interessenten gezogen, der sich für ein Haus in Leisnig interessierte. Denn auch dort haben Inge Lengert-Lehmann und ihr Mann ein Haus „zu verschenken“.

Das schmale Gebäude mit dem markanten Stahlrolltor ist das einzige unsanierte Haus am Waldheimer Niedermarkt. Dem künftigen Stadt- und Museumshaus ist seine Vorgeschichte als marode Bruchbude nicht mehr anzusehen. Dach und Fassade strahlen im frischen Glanz, neue Fenstern sind ebenfalls eingebaut. Über 15 Jahre hat dem Makler-Ehepaar Lengert-Lehmann das etwa 300 Jahre alte Haus besessen. Eigentlich wollten die Lengert-Lehmanns das Gebäude anderweitig nutzen. Aber um das zu können, hätte es Unsummen investieren müssen.

Auch im Waldheimer Bauamt ist das Verschwinden des Zu-Verschenken-Banners nicht unbemerkt geblieben. Amtsleiter Michael Wittig hofft, das nun endlich was passiert.

Von Dirk Wurzel

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