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Döbeln Verschleiß in Hartha: Bürgersteige gesperrt und Senk-Elektranten defekt
Region Döbeln Verschleiß in Hartha: Bürgersteige gesperrt und Senk-Elektranten defekt
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20:31 17.02.2016
Die Senk-Elektranten am Markt lassen sich nicht mehr absenken.  Quelle: Foto: André Pitz
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Hartha

 Fünf sogenannte Senk-Elektranten sind in Hartha auf dem Markt verbaut. Im Optimalfall verstecken sich die Kästen mit den Steckdosen im Boden und tarnen sich mit einem Pflasterdeckel – ein Bild, was rund um den Froschbrunnen bereits seit einiger Zeit nicht mehr zu sehen ist. „Die Senk-Elektranten sind defekt und nicht mehr einzufahren. Die Technik ist erheblich verschlissen“, erklärt Bauamtsleiter Ronald Fischer. Und wenn man sie wieder herabsenken würde, könne es passieren, dass sie nicht mehr herausgefahren werden können. Doch die Steckdosen werden jede Woche für die Händler auf dem Wochenmarkt gebraucht. Auch Veranstaltungen wie das Brunnenfest oder der Weihnachtsmarkt sind auf die – nun nicht mehr – absenkbare Stromversorgung angewiesen. Laut Bauamtsleiter birgt die momentane Situation kein Sicherheitsrisiko. Um Missbrauch vorzubeugen, stehen die Senk-Elektranten nur denn unter Strom, wenn es die Lage auf dem Markt verlangt. Alternative Lösungen kosten Geld. Die Stadtverwaltung hat bereits Gespräche geführt, an deren Ende Summen in Höhe von etwa 10.000 Euro standen. Als die absenkbare Stromversorgung Anfang der 90er gebaut wurde, galt das als modern. „Das würden wir heute so nicht noch einmal machen“, meint Ronald Fischer.

Gehwege sind aus Sicherheitsgründen gesperrt

In der Goethestraße 6 bröckelt der weiße Putz von der Fassade und offenbart mittlerweile großflächig die darunterliegende Backsteinfassade. Die Überreste sammeln sich auf dem Bürgersteig vor dem heruntergekommenen Haus. Zurzeit ist der Abschnitt durch einen Bauzaun abgesichert. Das Problem: Der Besitzer des Gebäudes ist verstorben und kann sich somit nicht mehr um die Beseitigung kümmern. „Es gibt einer einen Verwalter, mit dem wir uns im Gespräch befinden“, heißt es von Ronald Fischer zur weiteren Vorgehensweise.

Auch am Eckhaus an dem die Franz-Mehring-Straße in die Pestalozzistraße einmündet, setzt die Stadt den Fußgängern einen absperrenden Bauzaun in den Weg. „Es ist Gefahr im Verzug“, heißt es dazu aus dem Bauamt. Da auf dem Gebäude Dachflächen offenliegen und darüber gespannte Sicherheitsnetze defekt sind, drohen jetzt Teile auf den Gehweg herunterzufallen. Der Besitzer wurde umgehend informiert und muss sich jetzt darum kümmern, dass die Harthaer wieder sicher über den Gehweg können.

Von André Pitz

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