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Döbeln Verstärkung für Döbelner Feuerwehr
Region Döbeln Verstärkung für Döbelner Feuerwehr
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23:00 03.01.2013
Döbeln

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"Alle unsere neuen Ortswehren sind auf neuestem Stand bei der Ausbildung, der Ausrüstung und der Einkleidung. Wir freuen uns auf die neuen Kameraden", sagte gestern Döbelns Gemeindewehrleiter Thomas Harnisch (55). Die Wehrleiter der drei Ortswehren bleiben im Amt. Im Mai stehen bei der gesamten Döbelner Feuerwehren die Wahl zum Gemeindewehrleiter und die Neuwahl des Feuerwehrausschusses an. Bis dahin soll auch die Feuerwehrsatzung auf die neu dazugekommenen Ortsteile zugeschnitten werden. Auf die neuen Kameraden kommen jetzt wahrscheinlich deutlich mehr Einsätze zu. Denn die Döbelner Wehr hat schließlich ein deutlich höheres Einsatzaufkommen. Die Ausrückeordnung der Döbelner Feuerwehr wurde diesen neuen Gegebenheiten bereits angepasst.

Genau 101 Mal waren die 60 aktiven Männer und vier Frauen der Döbelner Feuerwehr im vergangenen Jahr im Einsatz. Mit zwei brennenden Papierkörben bei Kaufland an der Schillerstraße endete wenige Minuten vor dem Jahreswechsel das Einsatzgeschehen für die ehrenamtlichen Brandschützer. Den Beginn des neuen Jahres erlebten die 16 Kameraden der Einsatzgruppe deshalb im Gerätehaus beim Auffüllen des Löschwassers am Fahrzeug. Mit einem Heckenbrand am Pommlitzer Weg und einem angezündeten Müllhaufen auf dem Obermarkt ging es dann auch gleich mit den ersten beiden Einsätzen im neuen Jahr weiter.

Von den 101 Einsätzen im Jahr 2012 waren 64 Brandeinsätze und 37 Technische Hilfeleistungen. Der tragischste Einsatz am 29. Dezember der Unfall an der Staupitzstraße mit zwei getöteten Mitfahrerinnen im Auto. Einen weiteren Toten mussten die Döbelner Feuerwehrleute im April aus seinem Lastwagen auf der Autobahn zwischen Döbeln-Nord und Leisnig bergen. Dieser hatte während der Fahrt einen Herzinfarkt erlitten und war in die Leitplanken gedonnert.

Die größten Brände waren der Brand von Aluminium und Kunststoffteilen bei der Firma Syko Döbeln in der Reichensteinstraße am 25. November. Dieser Löscheinsatz war auch der zeitaufwendigste. Gebrannt hatte es zudem am 7. September im Pfandleihhaus in der Ritterstraße. Hilfe leistete die Döbelner Wehr auch am 12. September beim Großfeuer im Noschkowitzer Schloss.

Zu den größeren Einsätzen gehörte zudem der Eisgang auf der Mulde am 19. Februar, als es in der Sörmitzer Straße schon zu Überschwemmungen kam. Ebenso der schwere Unfall im Mai mit sechs Verletzten an der Gake auf der B175, als ein Rettungswagen in einen Kleinwagen gekracht war.

Aufgegeben hat die Döbelner Feuerwehr zum Jahreswechsel die Abteilung Technitz und das dortige Gerätehaus. Die Abteilung war zuletzt auf sechs Kameraden geschrumpft - zu wenig, um die Ortswehr aufrecht zu erhalten. Heute findet dort eine Inventur statt. Das Gebäude wird der Ortschaftsrat von Technitz künftig weiter nutzen. Drei der sechs Technitzer Feuerwehrleute sind künftig weiter in Döbeln aktiv. Das Tragkraftspritzenfahrzeug mit seinem 400 Liter Wassertank wurde bereits im Spätherbst von der Technitzer Wehr zu den Kameraden im neuen Döbelner Ortsteil Stockhausen umgesetzt.

Für 2013/14 steht bei der Döbelner Wehr die Umstellung der Funkmeldeempfänger und der Funktechnik auf den Fahrzeugen auf den neuen Digitalfunk an.

Zu 101 Einsätzen musste die Döbelner Feuerwehr im vergangenen Jahr ausrücken. Davon waren 64 Einsätze zur Brandbekämpfung und 37 zu technischen Hilfeleistungen. 49 der Brandeinsätze waren Gebäudebrände, zehn Mal brannten Mülltonnen, Garagen oder andere Objekte. Sieben Mal wurden Tiere gerettet, darunter ein Hund aus einem Gulli, fünf Katzen und ein Papagei.

60 Männer und vier Frauen gehörten 2012 zur aktiven Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Döbeln, inklusive der Ortswehr in Ebersbach. Das Durchschnittsalter der Aktiven liegt bei 43 Jahren. 27 Männer und Frauen sind in der Alters- und Ehrenabteilung der Wehr. 21 Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren bilden die Döbelner Jugendfeuerwehr. 15 Mal rückte die Feuerwehr wegen einem blinden Alarm aus, zehn davon waren Fehler an Brandmeldeanlagen. Drei der Aktiven Feuerwehrleute sind in mehreren Wehren aktiv, so Matthias Winkler, der in Döbeln und in Grenchen im Schweizer Kanton Solothurn aktiv ist, Erik Rost, der bei der Berufsfeuerwehr Freiberg arbeitet und in seiner dienstfreien Zeit in Döbeln ausrückt sowie Tim Hundrieser, der in Düsseldorf Berufsfeuerwehrmann ist.

Insgesamt 1885 Einsatzstunden kamen bei der Döbelner Wehr im vergangenen Jahr zusammen. 2944 Stunden gehörten Übungen und Ausbildungen. Die Beteiligungen an den Diensten immer dienstags und donnerstags im wöchentlichen Wechsel von 19 bis 21/22 Uhr betrug gute 70 Prozent. Alle 38 Atemschutzgeräteträger haben den erneuten Test auf der Atemschutzübungsstrecke in Döbeln bestanden.

Zu den meisten Arbeitgebern hat die Wehr ein gutes Verhältnis. Sie unterstützen die Wehr und die Arbeitnehmer, die ehrenamtlich für die Feuerwehr tätig sind. So sind allein beim Tiefbauunternehmen LFT in Ostrau vier Döbelner Feuerwehrleute beschäftigt, je zwei bei Matec und beim Briefkastenhersteller Knobloch.

Thomas Sparrer

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