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Döbeln Verwirrung um Kiebitzer Erdkeller
Region Döbeln Verwirrung um Kiebitzer Erdkeller
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20:00 21.03.2018
Die Erdkeller an der Kiebitzer Ortsdurchfahrt waren nicht mehr zu retten – der Hang links daneben dagegen schon. Quelle: privat
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Kiebitz

Verwunderung bei Petra Partzsch in Kiebitz bei der DAZ-Lektüre am vergangenen Wochenende: Erdkeller am Rande der Ortsdurchfahrt sowie ein Hang mit Wohngebäuden oberhalb sollten durch den Abriss eines Wohnhauses gegenüber erhalten werden, gab Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) zu Protokoll.

Hintergrund war die Sanierung der Staatsstraße, die durch den Ort führt: Um eine förderfähige Straßenbreite mit 1,50 Meter breitem Fußweg zu erreichen, fehlte an besagter Engstelle zwischen dem Hang und dem Wohnhaus der Platz. Ursprünglich sollten Erdkeller und Hang weichen. Dies könne man durch den Hausabriss gegenüber vermeiden und dabei noch Geld sparen, erklärte Schilling.

Anwohnerin macht Fotos vor Ort

Petra Partzsch machte sich trotz winterlicher Witterung auf den Weg zur Baustelle, um zu dokumentieren, dass die Erdkeller bereits zum Teil abgetragen sind – und auch L-förmige Betonstützen zur Hangsicherung bereits auf der gegenüberliegenden Freifläche bereitliegen. „So sieht es wirklich auf der Baustelle aus. April, April! Aber der 1. April ist eigentlich erst übernächste Woche“, schrieb sie augenzwinkernd zu ihren Fotos.

Was stimmt denn nun? Bürgermeister Dirk Schilling sorgte auf DAZ-Nachfrage für Aufklärung: „Die Erdkeller wären auf jeden Fall weggekommen. Die waren instabil und werden derzeit verdichtet. Das hatte ich wohl falsch erklärt“, entschuldigt sich das Gemeindeoberhaupt.

Erdkeller nicht mehr genutzt

Die Erdkeller seien zuvor in Privatbesitz gewesen, aber nicht mehr in Benutzung. Um sie verschließen zu können, habe es einen Flächentausch mit den Besitzern gegeben. Die Betonstützen werden zur Sicherung ab dem Trafohäuschen an der Straße bis vor die verfüllten Keller bis an die noch vorhandene Bruchsteinmauer gesetzt.

Dort wo noch rot-weiße Absperrgitter stehen (r. im Bild), werden L-förmige Betonstützen aufgestellt. Der Hang dahinter bleibt erhalten, weil das Haus links abgerissen wird. Quelle: privat

Richtig sei dagegen, so Schilling, dass man gegenüber des zum Abriss freigegebenen Wohnhauses sehr tief hätte in den Hang eingraben müssen – und das auf einer Länge von rund 30 Metern. „Allein bei dieser Frage, den Hang zu sichern, hatte der Planer Bauchschmerzen. Da hätten auch Bohrpfahlgründungen auf uns zukommen können. Das hätte uns bis zu 120 000 Euro gekostet“, erklärt er.

Zudem hätten auch hier die L-förmigen Betonschalen gesetzt werden müssen. Diese fallen nun weg, stattdessen wird die alte Bruchsteinmauer erhalten.

Die Betonstützen sind bereits geliefert. Mit dem ursprünglichen Plan hätte man solche auf weiteren 30 Metern Hanglänge einbauen müssen. Quelle: privat

Von Sebastian Fink

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