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Döbeln VfL Waldheim: Trainer Marc Süße will den Klassenerhalt für Sachsenliga-Frauen
Region Döbeln VfL Waldheim: Trainer Marc Süße will den Klassenerhalt für Sachsenliga-Frauen
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00:29 14.12.2015
Mann mit Visionen: Drei Trainingseinheiten leitete Marc Süße bereits als neuer Trainer der Sachsenliga-Mannschaft des VfL Waldheim. Quelle: René Helm
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Waldheim

Zurückgekehrt – und das in der größten Not des Vereins. Nachdem André Hein, Trainer der ersten Frauenmannschaft des VfL Waldheim, vor wenigen Wochen Hals über Kopf das Handtuch geworfen hat (die DAZ berichtete), musste der Verein schnell handeln. Doch wo einen geeigneten Trainer finden, der mitten in der Saison bereit ist, eine Sachsenliga-Mannschaft zu führen? Trotz aller Schwierigkeiten meinte es das Schicksal gut mit dem VfL: In nur wenigen Tagen fand man einen Ersatz – und der ist kein Unbekannter.

Marc Süße leitet ab sofort die Geschicke der ersten Frauenmannschaft, ist selbst jahrelang Spieler in Waldheim gewesen und kann auf seine Trainer-Erfahrung sowohl beim VfL (als Co-Trainer von André Hein) als auch bei der jetzigen HSG Riesa/Oschatz zurückgreifen. Dass es ein Mann aus den eigenen Reihen geworden ist, macht nicht nur den Vorstand glücklich. Auch der 40-jährige Marc Süße fühlt sich im Verein heimisch. „Ich habe die Erfolge der Waldheimer Mannschaften in den letzten Jahren verfolgt, war oft bei Heimspielen anwesend“, so der neue Trainer.

Entscheidung fiel in wenigen Sekunden

Der Waldheimer ist bei der Bundespolizei tätig, lebte die letzten Jahre in München. Trotzdem ist die Verbindung zum VfL Waldheim nie abgerissen. Als der Anruf vom Vereinsvorstand kam, fiel die Entscheidung für Süße von einer Sekunde auf die andere. „Der Verein liegt mir am Herzen, da war es klar, dass ich zusage.“ Marc Süße war zum letzten Mal vor knapp zehn Jahren aktiv auf dem Spielfeld. Eine Verletzung machte seiner sportlichen Karriere einen Strich durch die Rechnung. Fort an agierte er als Trainer, auch bei der Bundespolizei. „Dort habe ich in der vergangenen Zeit die Männer- und Frauenmannschaft geleitet, war damit ziemlich erfolgreich.“

Zwei Spielerinnen kennt Marc Süße noch, den Rest der Mannschaft will der 40-Jährige jetzt kennen lernen. „Die Mädels brauchen ihre Motivation zurück. Das Wichtigste ist, dass sie ihren Spaß am Handball nicht verlieren.“ Als vorrangiges Ziel fasst Süße den Klassenerhalt ins Auge. Für die VfL-Frauen ist es das zweite Jahr in der Sachsenliga. „Das erste Jahr ist immer einfacher, weil die anderen Mannschaften einen als Aufsteiger noch nicht kennen. Jetzt zeigt sich, dass es ordentlich was zu tun gibt.“

Trainer will auf Bewährtes aufbauen

Von seiner Mannschaft erwartet der Trainer ein Besinnen auf das Wesentliche: „Kämpft nicht alleine, sondern kämpft alle zusammen“, appellierte er beim jüngsten Training an seine Schützlinge. „Wir lernen uns jetzt erst einmal kennen. Nicht nur für mich ist alles neu, auch die Mädels müssen sich an die neue Situation gewöhnen.“ Drei Trainingseinheiten hat der Waldheimer mit seinen Mädels hinter sich gebracht. Keine leichte Zeit für den Trainer. „Wenig Training, noch dazu kommen jetzt die Feiertage“, fasst Marc Süße die Lage zusammen. Die Motivation der Mannschaft ist nach den verpatzten letzten Spielen im Keller. Dort gilt es anzusetzen. Süße: „Ich will auf Bewährtes aufbauen.“ Aktuell spielen zwölf Frauen in der höchstklassigen Mannschaft des Vereins. Um in Zukunft flexibler arbeiten zu können, wurden die Trainingseinheiten beider Frauenmannschaften zusammen gelegt. „Wir müssen viel enger zusammen arbeiten.“ Schon beim letzten Spiel gegen die HSG Riesa/Oschatz halfen drei Spielerinnen der Reserve-Mannschaft aus – mit Erfolg. Das soll perspektivisch noch selbstverständlicher werden.

Auf Nicole Natzschka, eine erfahrene Spielerin, muss Marc Süße vermutlich auch in der Rückrunde verzichten. Sie fällt verletzungsbedingt aus. Ansonsten steht die Mannschaft in den Startlöchern, um dem derzeitigen zehnten Tabellenplatz endlich den Rücken zuzukehren.

Von Stephanie Jankowski

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