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Döbeln Viele Hände, schnelles Ende: Verschönerer bauen Brücke zwischen Hartha und Waldheim
Region Döbeln Viele Hände, schnelles Ende: Verschönerer bauen Brücke zwischen Hartha und Waldheim
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Die neue Brücke über den Diedenhainer Bach besteht den Belastungstest. Quelle: Sven Bartsch
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Richzenhain/Diedenhain

Als „einen wichtigen Brückenschlag zwischen den Weltstädten Hartha und Waldheim“ kündigte der Waldheimer Heinz Thieme dieses Vorhaben des Verschönerungsvereins Ende vergangener Woche etwas ironisch an. Anfang der Woche nun ging dieser Brückenschlag in Windeseile über die Bühne, es dauerte eine dreiviertel Stunde und der Steg über den Diedenhainer Bach stand. Nun verbindet er den Waldheimer Ortsteil Richzenhain mit dem Harthaer Ortsteil Diedenhain.

Kommentar: Die Brücke ist nicht selbstverständlich

Es fügt sich nahtlos ein in die gute Handschrift, die der Verschönerungsverein in Waldheim und Umgebung hinterlässt: Neue Bäume, super ausgeschilderte Wanderwege und jetzt die neue Brücke über den Diedenhainer Dorfbach als Verbindung zwischen Waldheim und Hartha. Die Stadt kann froh sein, solch einen Verein zu haben. Denn es ist der sanfte Tourismus, den die Verschönerer rund um die Perle des Zschopautals möglich machen.

Ohne Geld dafür zu nehmen, wohlgemerkt. Denn ohne Ehrenamt wäre beim Verschönerungsverein nichts los. Da kommen einfach Leute zusammen und packen an. Anderswo wird geredet, in Waldheim wird gehandelt. Es ist höchst interessant, dabei zuzuschauen, wenn fünf Männer eine Brücke über den Bach bauen, ohne vorher das ganze Projekt zu zerreden und erstmal eine Zeichnung zu machen. Dann klappte auch noch alles wie am Schnürchen.

Es ist nur ein kleiner Steg. Aber ein wichtiger Mosaikstein in einem funktionierenden Netz der Wanderwege von und nach sowie rund um Waldheim. Jeder, der über diese Brücke geht, sollte kurz daran denken, dass sie keine Selbstverständlichkeit ist. Dirk Wurzel

Für die Harthaer und Diedenhainer ist es der Bäckerweg, führt er doch zum Bäcker; für die Waldheimer dagegen der Eierweg, denn aus Richtung Perle des Zschopautals gelangte man wohl zu einer Verkaufsstelle für die Leibesfrüchte der Haushühner. Und nun muss er wohl der Ziegenweg heißen, der Pfad über die neue Brücke. Und diese folgerichtig auf den Namen „Ziegenbrücke“ hören. Denn eine Herde Geißen samt ihrer Böcke schaute Karl Schuster, Winfried Heinemann, Paul Krenkel, Heinz Thieme und Hans-Joachim Schürer zu, die die Brücke aufgebaut haben.

Reporter mit Vorschlaghammer

„Der Weg ist als Wanderweg für das Wochenende interessant und auch die Hundebesitzer nutzen ihn“, sagt Heinz Thieme vom Verschönerungsverein. Der alte Steg über den Diedenhainer Bach war nach 15 Jahren durchgemorscht. Olaf Adam von der alten Richzenhainer Brauerei transportierte die traurigen Überreste mit dem Traktor ab. Die neue Brücke brachte ein Mitarbeiter des Waldheimer Bauhofes auf dem Pick-Up-Transporter, den die Stadt im vergangenen Jahr gekauft hatte. Zwei Tage lang haben die Verschönerer um Karl Schuster an diesem Übergang gebaut. Eingebaut war er dann dank vieler helfender Hände recht rasch. Ein jeder wusste, was zu tun ist, jeder Handgriff saß. Und auch die Döbelner Zeitungen haben einen Anteil von ein paar kräftigen Hieben mit dem Vorschlaghammer an der neuen Bachquerung. Schlugen doch deren Reporter starke Winkeleisen an den Widerlagern ein, die die Brücke stabilisieren und verhindern, dass diese von den Betonklötzen rutscht, auf denen sie aufliegt.

Nächste Brücke im Sauergras geplant

Die nächste Brücke will der Verschönerungsverein im Sauergras aufstellen. Das ist dann eine reine Stahlkonstruktion. Nicht nur beim Brückenschlagen sind die Verschönerer aktiv. Wie Dr. Giesela May im Namen des Vorstandes berichtet, brachte der Verein am Sonnabend erfolgreich einen Arbeitseinsatz östlich der Gartengruppe „Am Waldessaum“ über die Bühne. Die Aktiven bereiteten stillgelegte Gartenflächen zur Aufforstung vor. Der Verschönerungsverein ist nämlich auch ein großer Baumpflanzer in Waldheim. „Der Vorstand bedankt sich hiermit nochmals ganz herzlich bei allen Helfern, die den Arbeitseinsatz recht erfolgreich gedeihen ließen“, sagt Gisela May.

Von Dirk Wurzel

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