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Döbeln Denkmalstag im Raum Döbeln: Vielfalt an Initiativen zählt
Region Döbeln Denkmalstag im Raum Döbeln: Vielfalt an Initiativen zählt
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13:55 12.09.2016
Die Gaststube vom Wilden Mann in Ostrau war voll zum Tag des offenen Denkmals. Quelle: Gerhard Dörner
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Region Döbeln

Dem Verein Kulturdenkmal Wilder Mann sei es nach den Worten von Jörg Liebig von der Denkmalschutzbehörde beim Landkreis Mittelsachsen gelungen, den Wilden Mann von 2011 bis heute nicht nur vorm drohenden Abriss zu retten, sondern ihn vollkommen zu verwandeln. Liebig: „Die Jugendstilfassaden erstrahlen wieder in warmen Farben und die Gasträume laden zu Veranstaltungen und Feiern ein.“ Mittelsachsens Landrat Mathias Damm hatte den Denkmaltag am Aussichtsturm Böhrigen eröffnet. In weiteren Objekten - manche sonst für Publikum unzugänglich - öffneten sich die Türen und teils sogar Baustellensperren.

Letzteres nutzten etwa 20 Besucher in Leisnig – die Teilnehmerzahl war streng begrenzt – um sich auf der gigantischen Baustelle des Mirusparks sowie weiteren rund um den Felssporn unter der Burg Mildenstein gelegenen Terrassen umzusehen. Es war der buchstäbliche Blick hinter die Kulissen, denn märchenhaft versteckt und gleichzeitig idyllisch im Grünen gelegen machen die künstlichen Ruinen und Mauern, teils in erneuertem Zustand, ihren Namensgebern aus der Leisniger Familie Mirus alle Ehre. Dass der Freistaat Sachsen sich der Sanierung des Parks annimmt, wissen die Führungsteilnehmer sehr zu schätzen. Wie Solveig Windisch-Kummer vom Landschaftsarchitekturbüro Franz erläutert, fließen jährlich Zehntausende Euro in den Park und seine Anlagen. „Letztlich sieht man davon recht wenig, denn sehr viel Geld fließt in die Erhaltung der dortigen Bauten.“ Das so genannte Schweizerhaus oder die Einsiedelei gehören ebenso dazu wie die so genannte Bastei.

Im „Lindenhof“ von Waldheim öffnete sich am Sonntag der Saal den Besuchern, die sich sowohl am Vor– als auch Nachmittag zu Hunderten einfanden, darunter Christine Lohse, die den Saal als Abiturientin in den 60er Jahren noch von den Tanzveranstaltungen des Schülervergnügens der EOS kannte. „Die Hausband vom Lindenhof war die Kapelle Musella“, erinnert sie sich. Am Sonntag wirbelten die Tänzer der „Ugandan Dancers Band“ übers Parkett, begleitet von Trommel-Klängen. Zu diesem Ensemble gehören Thomas Ondraschek und seine aus Uganda stammende Frau Jose Amutuhaire. Sie möchten mit Unterstützung unter anderem von der Martin Luther Universität Wittenberg ein interkulturelles Zentrum im Lindenhof etablieren.

Von Steffi Robak

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