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Vier Großprojekte im Straßenbau fallen flach

Vier Großprojekte im Straßenbau fallen flach

Ernüchterung im Döbelner Rathaus. Alle vier großen Straßenbauvorhaben des Freistaates Sachsen in Döbeln sind für dieses Jahr gestrichen. 1,3 Millionen Euro hatten die Stadtväter im aktuellen Haushaltsplan für den Kreisverkehr am Hauptbahnhof, die Erneuerung einer Pflasterpiste am Geyersberg, den Ausbau der Volkshauskreuzung und das Großprojekt zur Entschärfung der Gakendelle eingeplant.

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Seit Jahren ein Dauerbrenner: die neue Trasse zur Autobahn in Ost anstelle der gefährlichen Gaken-Delle.

Quelle: Wolfgang Sens

"Ich bin richtig sauer", gesteht Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU). "Wir können ihnen nur mitteilen, dass für das laufende Jahr keine der geplanten Baumaßnahmen in ihrer Stadt in unseren Planungen eingeordnet ist", heißt es in einem Schreiben, das im Rathaus einging. Vergangene Woche hatte der Freistaat Sachsen sein Straßenbauprogramm verkündet. Döbeln hatte gleich vier große Planungen im Topf.

 

Zum einen sollte endlich die Volkshaus-Kreuzung ordentlich ausgebaut werden. Seit der Flut 2002 hängen provisorische Kabel über den Ampeln und werden die Ampelmasten von hässlichen Betonklötzen gehalten. Das ewige Provisorium wird also nun auch noch ein zwölftes Jahr Bestand haben, selbst wenn in der Stadtkasse 2014 dafür schon 350 000 Euro geplant waren. Alle Zeichen auf Grün standen eigentlich auch schon für den Ausbau der Kreuzung Bahnhofstraße/Lindenallee. Direkt vor dem Hauptbahnhof sollte ein moderner Kreisverkehr mit Geh- und Radweganbindungen entstehen. Die Bundesstraße 175 in der Grimmaer Straße sollte in diesem Atemzug unter der Eisenbahnbrücke tiefer gelegt werden, so dass die Brücke künftig auch für größere Lastwagen nutzbar wird. 238 000 Euro hat die Stadt für ihren Kostenanteil an dem Projekt in diesem Jahr im Haushaltplan eingestellt. Noch einmal 450 000 Euro sollten es 2015 sein.

 

Am oberen Geyersberg sollte im oberen Teil in der Kurve bis zum Krematorium die Pflastersteine durch eine neue Schwarzdecke ersetzt werden. 52 000 Euro hatte die Stadt dafür im eigenen Haushalt eingeplant. Doch wenn die Bauarbeiten im Haushalt des Landes 2014 nicht vorkommen, läuft nichts am Geyersberg.

 

Besonders verärgert ist Döbelns Oberbürgermeister, dass es auch mit dem Ausbau des Autobahnzubringers der Bundesstraße 175 östlich von Döbeln zur Autobahnanschlussstelle Döbeln-Ost nicht vorwärts geht. Die neue Verkehrslösung sollte für etwa elf Millionen Euro die gefährliche Gakendelle entschärfen und gleichzeitig die Döbelner Gewerbegebiete besser anbinden. "Wir waren im vergangenen Jahr wegen dieser Baumaßnahme drei Mal zu Detailabsprachen im Ministerium in Dresden. Ich dachte, dass nach Jahren des Verschiebens nun endlich Bewegung in dieses Projekt kommt. Denn die Zahl der schweren Unfälle in dem Bereich, zum Teil sogar mit Toten, zeigt wie dringend das Projekt einfach für die Verkehrssicherheit ist", so das Stadtoberhaupt. Das Planfeststellungsverfahren für dieses Großprojekt zieht sich allerdings schon über mehr als fünf Jahre hin.

 

Bei den drei anderen Vorhaben ist das Baurecht zumindest durch. Hoffnung besteht für die Volkshaus-Kreuzung, dass es eventuell doch noch in diesem Jahr los geht. Das Projekt gilt in den Planungen des Freistaates als Reserve, falls ein anderes größeres Projekt platzt.

 

Oberbürgermeister Egerer hofft nun auf Lobby-Arbeit bei der Landespolitik, um die Projekte voranzutreiben. Das im Döbelner Haushalt für 2014 eingestellte Geld will er vom Stadtkämmerer mit einem Sperrvermerk belegen lassen, damit es für die Straßenbauvorhaben gesichert bleibt.

Thomas Sparrer

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