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Döbeln Vier Männer und eine Orgel in Döbeln
Region Döbeln Vier Männer und eine Orgel in Döbeln
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00:36 22.07.2015
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So trägt es Früchte, dass Häntzschel den Beruf des Kantors - der vom lateinischen Wort für Singen abgeleitet ist - ernst nimmt, und sich nicht nur als Organist, sondern auch als versierter Bass präsentiert. Während seiner Ausbildung in Dresden hat er Mitstudenten gefunden, die diesen musikalischen Spagat gleichermaßen vollführen, und so engagierte er fürs Konzert nun gleich drei junge Kantoren.

Gemeinsam mit Florian Mauersberger, Johann Weinberger und Markus Steven sang Häntzschel im vierstimmigen Männerchor, zudem stellte sich jeder auch als Instrumentalsolist vor. So viel Abwechslung war selten bei der Orgelnacht - die zweieinhalb Stunden vergingen nicht nur dank des reichhaltigen Pausenbüffets wie im Fluge.

An verschiedenen Orten präsentierte das Quartett dabei die Gesänge. Im Altarraum wurde zumeist weltliche A-cappella-Musik geboten, hier gefiel trotz der Aufregung geschuldeter kleiner Unsicherheiten im hohen Tenor die fein herausgearbeitete klangliche Ausgestaltung der romantischen Sätze: Nägelis "Der Mensch lebt und bestehet" beispielsweise oder Ritz' düsteres "Komm, Trost der Welt", ganz besonders aber das zeitgenössische neoromantische Stück "Verratene Liebe" des Dresdner Chorleitungsprofessors Matthias Geissler.

Geistliche, von der Orgel begleitete Werke sang das Quartett schließlich von der Empore herab: Beeindruckend geriet in diesem Bereich vor allem Franz Liszts "Pater noster" oder die Kombination einer Messe von Antonio Lottis mit einem instrumentalen Satz aus Bachs "Orgelmesse".

Ein kleines Dejavu für die Döbelner war zudem die klangvolle Verschränkung eines Magnificat von Rudolph di Lasso mit Orgelimprovisationen, die Markus Steven spielte. Denn der Dresdner Organist kostete in seinen zwar kurzen aber durchdachten Zwischenspielen die gewaltigen Klangmöglichkeiten der Eule-Orgel bis ins Detail aus und ließ in Registrierung und Themenbehandlung eine Vorliebe für französische Romantik erkennen.

Kunze, Hagen

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