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Vierbeinige Spezialistin testet die DAZ-Redaktion

Kollege Hund Vierbeinige Spezialistin testet die DAZ-Redaktion

Die Mitarbeiter der Döbelner Allgemeinen Zeitung holten sich für den Aktionstag „Kollege Hund“ des Deutschen Tierschutzbundes die vierbeinige Kollegin Marnie, einen Weißen Hochlandterrier, in die Redaktion. Worauf es einem Hund im Büro ankommt, lassen die Journalisten die vierjährige Hündin mit etwas Augenzwinkern testen. Dies ist ihr Bericht – der der Hündin.

Die Redaktion der Döbelner Allgemeinen Zeitung bekommt am Aktionstag „Kollege Hund“ Unterstützung von Kollegin Marnie, einer vierjährigen Westie-Hündin.
 

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln.  Die Mitarbeiter der Döbelner Allgemeinen Zeitung holten sich für den Aktionstag „Kollege Hund“ ihre vierbeinige Kollegin Marnie, einen Weißen Hochlandterrier, in die Redaktion. Worauf es für einen Hund im Büro ankommt, lassen die Journalisten die vierjährige Hündin mit etwas Augenzwinkern testen. Dies ist ihr Bericht – aus Sicht des Hundes.

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Die Redaktion der Döbelner Allgemeinen Zeitung bekommt am Aktionstag „Kollege Hund“ Unterstützung von Kollegin Marnie, einer vierjährigen Westi-Hündin.

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„Gestatten: Marnie. Marnie 007. In der DAZ-Redaktion bin ich für eine Mission: Käme ich zurecht, wenn Frauchen mich mit auf Arbeit nähme? Dafür müssen schon die Bedingungen stimmen.

Also erst mal ankommen. Alles neu für mich. Darf von der Leine, alle Räume inspizieren, bekomme Wasser zu trinken. Vorbildlich. Auf den Badfliesen den Bauch kühlen. Kurz ausruhen? Bin viel zu aufgeregt. Jemand fotografiert, es kann also nur um mich gehen - mein Arbeitstag beginnt. Kollegen begrüßen. Sind alle freundlich, lassen mich in Ruhe. Ist mir lieber, brauche keinen großen Trubel. Der Chef will mich mit Leckerlis bestechen – was der sich denkt... Aber sonst ist er nett. Ausruhen.

Der Hund braucht einen Rückzugsplatz

Sehr genial: Habe meinen eigenen Schreibtisch. Selber ausgesucht. Beste, ruhigste Lage auf der Redaktionsetage, wo ich für mich sein und alle Viere von mir strecken kann. Sehr wichtig. Richte mich ein. Huch! Eine Kollegin niest. Kleiner artiger Beller zurück. Will nicht unhöflich sein. Ausruhen. Dann zum ersten Mal alleine auf Streifzug durch die Redaktion. Gefällt mir: Aus allen Fenstern toller Ausblick. Kann mein wachsames Auge schweifen lassen. Langeweile am Arbeitsplatz ist für mich tödlich. Hab auch Spielzeug dabei. Perfekt. Ausruhen.

Mittagspause. Ich muss mal... mich bemerkbar machen. Rechercherunde in eigener Sache. Draußen Meinesgleichen getroffen, Täubchen gescheucht. Wieder an den Schreibtisch. Ausruhen.

Kollegin isst Kartoffelsuppe. Mach mir Hoffnung – vergebens. Trinke etwas Wasser. Kontrollrundgang, was die Kollegen arbeiten. Signalisiere wiederholt anhaltendes Interesse an der Kartoffelsuppe. Hoffnungslos. Zurück an den Schreibtisch. Ausruhen.

Fotograf krault mir den Nacken – ganz wichtiger Kollege. Bisschen auf dem Boden herumkugeln, Wasser trinken. Aus dem Fenster schauen, Menschen draußen beobachten. Wichtig: bisschen knurren. Ausruhen. Bin ich glatt dabei eingeschlafen. Arbeit macht müde. Wird Zeit, dass Feierabend wird... Hurra, es geht heim! Dann macht es mal gut, Kollegen.“

Der Hund muss sich am Arbeitsplatz wohlfühlen

Am Aktionstag „Kollege Hund“, jährlich am 30. Juni, dürfen Hunde ihre Herrchen und Frauchen zur Arbeit begleiten. Der Deutsche Tierschutzbund und seine örtlichen Tierschutzvereine ermutigen Unternehmen und Hundehalter, den gemeinsamen Arbeitstag mit Hund am Aktionstag auszutesten. Fazit von Marnie 007: „Hier stimmt für mich alles, ich komme gerne wieder.“

Mit dem Aktionstag wirbt der Tierschutzbund für mehr Akzeptanz von Hunden am Arbeitsplatz, „insbesondere auch deshalb, weil viele Menschen aus beruflichen Gründen vor der Adoption eines Hundes zurückschrecken, obwohl tausende Tiere in den Tierheimen auf ein neues Zuhause warten“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Bestünde die Option, einen Hund mit zur Arbeit zu bringen, hätten auch viele Tierheimhunde eine bessere Chance, ein neues Zuhause zu finden. Aber auch Berufstätige, die bereits einen Hund besitzen und ihren Alltag mit ihm organsiert haben, müssten ihr soziales Tier nicht allein zu Hause lassen und können mehr Zeit mit ihrem Vierbeiner verbringen.“

Neben Hund und Halter können auch die anderen Mitarbeiter eines Unternehmens vom tierischen Kollegen profitieren. Hunde am Arbeitsplatz heben die allgemeine Stimmung und fördern die Kommunikation unter den Kollegen. Die Anwesenheit eines Hundes baut nachweislich Stress ab und die Mitarbeiter kommen motivierter zur Arbeit.

http://www.tierschutzbund.de/aktion/kampagnen/heimtiere/kollege-hund.html

Am unkompliziertesten für Hunde und ihre Besitzer sind Büros, in denen wenig Publikumsverkehr herrscht und das Tier auch zur Ruhe kommen kann. Im Zweifel muss individuell entschieden werden, ob eine „Zusammenarbeit“ Sinn macht. Die Arbeitssituation darf natürlich nie auf Kosten des Tieres gehen. Der Hund sollte Rückzugsmöglichkeiten und einen Platz mit seiner Decke, seinem Napf und seinem Spielzeug haben. Damit der Hund nicht ausschließlich ruhig auf seinem Platz liegen muss, sollten die Pausen ihm voll und ganz gewidmet sein. Dann steht einem erfolgreichen gemeinsamen Arbeitstag nichts im Wege.

Von Steffi Robak

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