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Von Blutbuche bis Spitzahorn: Stadtpark bekommt Baumschilder

Von Blutbuche bis Spitzahorn: Stadtpark bekommt Baumschilder

Mit Stiften und Papierblöcken unterm Arm stapfen die Schüler der Oberschule Leisnig im Stadtpark und im kleinen Park nahe des Poetenweges entlang. Für die Siebtklässler ist es der erste Ausflug im Rahmen des Neigungskurses "Natur begreifen", den sie seit diesem Schuljahr besuchen.

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Stolz auf "Baumfreunde"-Nachwuchs: Uwe Reichel (r.) und Frank Geißler vom Leisniger Heimatverein erklären den Schülern die Beschaffenheit der Beereneibe.

Quelle: Sven Bartsch

Organisiert wird der Kurs von der Oberschule Leisnig sowie dem Geschichts- und Heimatverein. Zwei Wochenstunden sind dafür eingeplant und Noten gibt es auch. "Der Neigungskurs ist genauso ein Fach wie Mathematik oder Deutsch", erläutert Biologielehrerin Ingrid Heilmann. Schon im vergangenen Jahr hat eine Gruppe von Schülern erstmals an dem Projekt teilgenommen. Zehn Schüler bastelten neun dunkelgrün angemalte Holztafeln, die heute an Bäumen im kleinen Park, auf dem Schulhof und im Stadtpark verteilt sind.

Da Heilmann Biologielehrerin ist, lässt sie während der zweistündigen Wanderung bei Sonnenschein keine Gelegenheit aus, um den Schülern ihr praktisches Wissen zu vermitteln. Wenn die Kursteilnehmer also sehen, dass die Blutbuche bei Sonnenlicht noch röter wirkt - wahrscheinlich deshalb auch diese gruslige Bezeichnung - so liegt die Ursache in den Lichtblättern. Diese vielfältigen Naturbeobachtungen notieren sich die Jugendlichen sofort, sogar im Stehen auf den Rücken ihrer Mitschüler.

Im Stadtpark packen sie dann selbst mit an. Uwe Reichel, Leiter der Arbeitsgruppe "Leisniger Baumfreunde" und sein Kollege Frank Geißler, Webmaster des Heimatvereins, rücken mit Akkuschrauber, Seitenschneider und Kombizange an. Die "Ahornblättrige Plantane" und "Winterlinde" sollen beschildert werden. Zuerst wählen die Kinder geeignete Stellen aus. Dann bohrt Reichel zwei Löcher in das dunkelgrüne Holz und wickelt auf einer Leiter stehend den Draht um einen Ast. Das Ende knipst ein Schüler ab. Der Draht wird schließlich durch die Löcher gezogen und befestigt.

"Wisst ihr eigentlich, warum wir niemals einen Nagel in den Baumstamm hämmern?", fragt Reichel. "Damit während Baumschneidearbeiten niemand mit der Säge hängen bleibt und sich verletzt", klärt er auf. Außerdem würde dies das Baumwachstum hemmen. Die Folge wären ganz stumpfe, ungesunde Blätter.

Dann zeigt Reichel den Schülern, wie sich der QR-Code von der Tafel auf das grafikfähige Handy übertragen lässt, um dann automatisch auf die Internetseite weitergeleitet zu werden und den passenden Steckbrief zu lesen. Solche Websiten werden auch dieses Schuljahr zusammen mit dem Heimatverein gestaltet. Neue "exotisch und majestätisch anmutende Bäume sind gesucht, die es verdient haben," so Projektleiterin Angelika Dorias, "bei einem Spaziergang betrachtet zu werden." Ziel ist zudem, die Kinder bewusst an ein Stück Heimat heranzuführen und ein schönes Stadtbild zu bewirken, finden die Beteiligten.

www.leisnig-geschichts-heimatverein.de

Aus der Döbelner Allgemeinen Zeitung vom 11.09.2015

Melanie Steitz

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