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Döbeln Von Döbeln aus in deutsche Betten
Region Döbeln Von Döbeln aus in deutsche Betten
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19:31 02.07.2014
Unternehmer Kay Steinbach wird sein neu entwickeltes Schlafsystem in Döbeln aus Einzelkomponenten komplettieren und ausliefern. In der neu entstehenden Logistkhalle der Firma Ebenroth im Gewerbegebiet werden dafür Flächen gemietet. Die Matratze passt in einen Karton und soll den Bettenhandel revolutionieren. Quelle: Thomas Sparrer

In einem abgetrennten Teil einer Lagerhalle auf dem Gelände der Metallveredlung im Gewerbegebiet Döbeln-Ost wird die Matratze mit Seele komplettiert und an den Handel oder auch direkt an die Kunden geliefert. Der Unternehmer Kay Steinbach (42) aus Radebeul hält mit seiner Firma "product emotion gmbh" das Patent an dem neu entwickelten Schlafsystem. Unter dem Markennamen "Soulmat", einem Wortspiel aus dem englischen Wort für Seele und Matratze, wird die neue Wunderauflage aus Döbeln intensiv beworben.

"Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett, um uns vom Alltag zu erholen. Doch gesunder Schlaf ist heute mit vielen Kompromissen verbunden und er hängt vor allem von der Matratze ab." Kay Steinbach erzählt mit Leidenschaft und mit beiden Händen gestikulierend von seinem Produkt. Bei der Yeti-Manufaktur in Görlitz, einem Spezialisten für Outdoor-Schlafsäcke und Bekleidung, war er zuletzt Geschäftsführer und Mitgesellschafter. Als Vertriebsspezialist brachte er die angeschlagene Marke wieder auf Kurs. Nach Verkauf seiner Anteile ist der gesunde Schlaf sein neues Thema. Mit dem neuartigen Schlafsystem "Soulmat" will er den Matratzen-Markt revolutionieren. Um erste Kunden von seinem neuen System zu überzeugen, präsentierte Steinbach nach zweijähriger Testphase das System Mitte Mai erstmals im Hygienemuseum Dresden vor über 100 Fachleuten aus Hotellerie und Pflege.

"Unser Schlafsystem erfüllt fünf den Schlaf beeinflussende Kriterien. Die meisten Systeme integrieren maximal drei", sagt er und öffnet eine handliche Kiste. "Zu den fünf Kriterien gehören Sauberkeit, Ergonomie, Klimatisierung, natürlicher Schlafgenuss und Individualität", erzählt er weiter und packt die mehrteilige Matratze auf einem eigens für den Handel entwickelten Präsentationstisch aus. Grundsätzlich besteht Soulmat aus zwei Matten. Die obere ist aus einem drei Zentimeter dicken Abstandsgewirk und funktioniert wie eine Öko-Klimaanlage. Die "Säulen" dieses Gewebes sind Millionen Polyesterfäden, die Feuchtigkeit vom Körper wegtransportieren und eine Luftzirkulation ermöglichen. Die untere Matte besteht aus einer 15 Zentimeter dicken Luft-Schaum-Matratze. Wer es härter oder weicher mag, kann den Härtegrad über ein Ventil regulieren. Die Idee ist bei Kay Steinbachs vorherigem Job von den selbst aufblasenden Iso-Matten aus der Outdoorbranche abgeguckt. Ein Lattenrost wird für das moderne Schlafsystem nicht mehr benötigt. Der Vorteil: Das 3-D-Gewirk aus Polyesterfäden der oberen Auflage ist nahezu unzerstörbar und zu Hause leicht zu reinigen. Ebenso die Matratzenhülle aus leichtem Stoff. "Es gibt keine Kuhlen, kein Schimmeln und kein Schwitzen. Der luftdicht eingeschlossene Schaumkern ist ebenso hygienisch. Alles ist extrem leichter. Dank Vakuum ist das System auch für den Handel platzsparend in einem Karton zu verstauen", schwärmt Steinbach. Durch Druckpunktentlastung und Härteregulierung mit Luft lässt sich die "Soulmat" lebenslang den sich ändernden Bedürfnissen anpassen. "Wer heute eine Matratze kauft, weiß ja noch nicht, wie sich sein Liegebedürfnis etwa bei einer Schwangerschaft oder sein Gewicht im Laufe der Jahre verändert. Das haben wir bei der Entwicklung berücksichtigt und die Matratze fürs Leben entwickelt", wirbt der Chef.

Alle Komponenten der "Soulmat" werden bei sächsischen Firmen hergestellt. In Döbeln wird die Endmontage erfolgen. Im Moment reicht dafür noch eine Arbeitskraft aus. Jetzt sind erst einmal freie Handelsvertreter und Kay Steinbach selbst unterwegs, um das Endkundengeschäft mit dem Bettenhandel aber auch mit Hotellerie und Pflegeeinrichtungen anzukurbeln. In der neu entstehenden Halle der Firma Ebenroth Logistik hat Kay Steinbach 500 Quadratmeter für Endmontage und Versand der Matratzen gemietet. Mit Unternehmer Maik Ebenroth ist er befreundet. Ziel ist es, von Döbeln aus jährlich 20 000 Einheiten der "Soulmat" zu verschicken. "Das müssen wir erst einmal verkaufen", sagt Steinbach. Im Spätherbst geht es mit der Eroberung der deutschen Betten richtig los.

Thomas Sparrer

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