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Döbeln Von Menschen und anderen Tieren, die sich nicht ärgern
Region Döbeln Von Menschen und anderen Tieren, die sich nicht ärgern
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23:59 22.03.2015

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Im vollen Theater wurde getanzt und gelacht, getrunken und geredet, und das so gut, dass wohl auch den Ärgernissen kommender Wochen und Monate ein wenig vorgebeugt wird.

Das Team des Mittelsächsischen Theaters hatte erneut einiges auf die Beine gestellt, um das Team Zuschauer zu überraschen, zu verzaubern und zufrieden zu stellen. Döbeln mag eine Kleinstadt, das Döbelner Theater ein kleines Theater sein - wie man rauschend feiert und eine Ballnacht zu einem Ereignis macht, weiß man auch hierzulande.

Auftakt für den Abend und anfänglicher Höhepunkt war das Galaprogramm auf der Hauptbühne. In guter Theatertradition nahmen die festlich gewandeten Damen und Herren in roten Sesseln Platz und ließen sich vom Spiel im Spiel berieseln. Susanne Engelhardt im über und über glitzernden Kleid führte charmant durchs Programm, begleitet von einem Goethe zitierenden Frosch (Martin 'Ennulat) und einer unglücklich verliebten Kröte (Farina-Liza Tollewski). Wenn es um den Menschen geht, fängt man eben beim Tier an. Oder lässt das Tier kommentieren. Mit Witz und Tiefsinn.

Mit warmen und witzigen Worten von Intendant Ralf-Peter Schulze, mit Stößchen und Gläserklirren auf der Bühne und heiter-glücklichen Gesichtern begann der Abend. Von Susanne Engelhardt als "kräftig angerührte Bowle" bezeichnet, als "klingender Rausch" und "Spieleabend"zeigten die Künstler Ausschnitte aus Stücken sowie Einzelwerke, Auszüge und Einblicke. Leonora del Rio bezirzte mit Johann Strauß' Schwipslied, das sie leicht lallend bis laut prustend zum Besten gab.

Beim Can Can aus "Orpheus" konnte nicht nur der juchzenden Tanzgruppe unter der Leitung von Rossitza Stojanowa unter den Rock geschaut werden; das Publikum klatschte auch kräftig mit.

Conny Grotsch und Michael Berger amüsierten mit Karl Valentins Diskussion über Einzahlen und Mehrzahlen, Semmelknödel und Semmelnknödeln, scheiterten aber schließlich am Leberknödel. Und die Mittelsächsische Philharmonie unter Leitung von Juheon Han und die Theaterrocker von A Hard Day's Night gaben Beatles Songs einen festlichen Auftritt.

Im weiteren Verlauf des Abends gab es ebenfalls Darbietungen des gesamten Ensembles. Es wurde gespielt an Tischen im Wandelgang oder etwa geredet und getrunken an der Ansprech-Bar des Theaterfördervereins.

Der verlieh auch am späten Abend seine Preise. "In diesem Jahr wollen wir einmal diejenigen würdigen, die nicht im Rampenlicht stehen", erklärte Simone Simon, Vorsitzende der Freunde des Döbelner Theaters. So erhielten Tontechniker Toni Paschke wie auch die beiden Beleuchter Bernd Matzeik und Heiko Elsner Ehrungen.

Auch die Mitglieder des Jungen Theaters Döbeln waren überall anzutreffen, mit Spielfiguren geschmückt und Lose verteilend. Der Hauptpreis, der am späten Abend gezogen wurde, war die Teilnahme an der Sächsischen Landesmeisterschaft "Mensch ärgere dich nicht" 2016 in Dohna. So etwas gibt's auch.

Getanzt und rauschend gefeiert wurde bis weit nach Mitternacht, das Spiel nach allen Regeln der Kunst gespielt. Eine Feuershow auf dem Theatervorplatz bildete den vorerst krönenden Abschluss, beendete den Döbelner Theaterball aber noch lange nicht. Und Ärger gab es auch keinen.

skibi

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