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Von Schweineherzen und Kompressionsstrümpfen

Von Schweineherzen und Kompressionsstrümpfen

Bereits zum achten Mal fand der Gefäßtag im Klinikum Döbeln statt. Bis zum frühen Nachmittag konnte sich über alles rund zum Thema Gefäße und Gesundheit informiert werden.

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Yvonne Hegewald erklärt ihren Töchtern Elsa (links) und Jessica (13), wie das Herz aufgebaut ist und worauf es beim Nähen ankommt. Das "Anfassen und Mitmachen"-Angebot war Teil des Gefäßtages am Klinikum Döbeln.

Quelle: Judith Sophie Schilling

Die Döbelner nahmen das Angebot erneut gut an und kamen mit ihren Fragen und Anliegen in die Klinik.

 

Das Besondere am Gefäßtag in Döbeln ist nicht nur, dass man sich zu wichtigen Hintergründen zum Thema informieren kann. Auch werden am Gefäßtag Untersuchungen und Beratungen angeboten, für die man sonst gegebenenfalls lange im Wartezimmer sitzen muss.

 

Halsschlagaderuntersuchungen, Durchblutungsmessungen und Gesundheitsberatungen gehören zum Untersuchungsangebot. Auch gesunde Snacks in der Cafeteria lockten die Leute an.

 

Theoretische Informationen rund um das Thema Gefäße gab es außerdem bei zwei Vorträgen, die Oberärztin Gudrun Hetzel hielt. Der erste Vortrag fand zum Thema "Eine Wunde am Bein - wann und was ist zu tun?" statt. Mithilfe eines Modells, das freundlich Herrmann genannt wird, erklärte Gudrun Hetzel die einzelnen Funktionen und Zusammenhänge der Gefäße. Wie ernst vor allem Wunden am Bein zu nehmen sind, erschließt sich schnell, als die Oberärztin Bilder von bisherigen Döbelner Patienten zeigt. "Wunden durch Gefäßerkrankungen, insbesondere Venenerkrankungen, treten häufig in Berufsgruppen auf, die viel stehen müssen", erläutert Dr. Hetzel. Vom schlechten S und guten L spricht sie in diesem Zusammenhang: "Stehen und Sitzen ist schlecht für die Gefäßdurchblutung, Liegen und Laufen hingegen gut." Da die Evolution uns aber nun einmal in die Position versetzt hat, stehen und laufen zu können, müssen gezielte Behandlungen ernsthaften Erkrankungen entgegenwirken. Und so erläutert die Ärztin den knapp 30 Zuhörern die gängige Kompressionstherapie mit Strümpfen, aber auch andere Behandlungsansätze.

 

Im zweiten Vortrag ging es dann um "Herz, Kopf, Beine - alles Gefäße?". Wem dies zu theorielastig war, der konnte sich wiederum beim Anfassen und Mitmachen ganz praktisch mit Gefäßen beschäftigen. Schwester Yvonne Hegewald zeigt anhand eines Schweineherzens, wie man einen Bypass annäht. Das sieht erstmal nicht besonders appetitlich aus, gerade die Kinder haben aber keinerlei Berührungsängste. "Es riecht ein bisschen komisch", stellt ihre Tochter Elsa (10) fest. Sie und ihre Schwester Jessica (13) üben sich gerade im Nähen. Mama Yvonne erklärt ihnen nebenbei, was es mit dem Herzmuskel so auf sich hat, aus welchen Teilen er besteht und worauf beim Nähen geachtet werden muss. So war das Angebot keineswegs nur auf Erwachsene und Senioren abgestimmt, sondern interessierte selbst die kleinsten Besucher.

Judith Schilling

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