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Von einer, die auszog, Tänzerin zu werden

Von einer, die auszog, Tänzerin zu werden

Den Rhythmus spüren, den Beat fühlen, die Musik in sich aufnehmen und dann einfach drauflos tanzen. So oder so ähnlich spielt es sich im Leben von Julianna Greiff ab.

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Zwei Dinge braucht Julianna Greiff (17) zum Glücklich sein: gute Musik und Platz, um ihre Arme auszubreiten. Die Leisnigerin tanzt für ihr Leben gern. Egal wann, egal wo. Montage: sj

Quelle: stephanie jankowski

Die 17-jährige Leisnigerin tanzt, seit sie denken kann und möchte auch in Zukunft ihrer größten Leidenschaft nachgehen.

 

"Getanzt habe ich schon mit drei Jahren. Zu Geburtstagen in der Familie habe ich immer einen Tanz präsentiert", erinnert sich Julianna zurück. Seitdem sind viele Jahre vergangen. Mittlerweile absolviert sie im ersten Lehrjahr ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin am Leisniger Helios Krankenhaus. "Ich traute mich früher nie, vor Publikum zu tanzen", so Julianna weiter. Erst mit Eintritt in den örtlichen Faschingsverein wurde sie bühnenreif. "Wir konnten an den Choreografien mitwirken und unsere Ideen verwirklichen." Noch heute tanzt sie im Faschingsclub mit.

 

Ihre Leidenschaft ist aber eine ganz besondere: "Mein Herz schlägt für das Hip Hop tanzen." Warum gerade diese Stilrichtung? "Ich brauche beim Tanzen die schnellen Moves. Außerdem ist die Musik genau mein Ding", erzählt sie. Wenn Julianna von Job oder Schule nach Hause kommt, muss sie tanzen. "Ich brauche das, um runter zu kommen." Inspiration für neue Tanzschritte oder Lieder findet sie im Internet. "Sobald ich mir Tanzvideos anschaue, bekomme ich Lust loszulegen." Es vergeht kein Tag an dem sie nicht ihre Füße im Beat bewegt. Hat sie ein Vorbild? "Ich vergöttere die Amerikanerin Chachi Gonzales. Sie ist genauso alt wie ich und tanzt hinreißend."

 

Wer in die Welt hinaus und nicht nur vorm Zimmerspiegel tanzen will, der muss investieren. "Viele Workshops und Kurse sind kostenintensiv", weiß sie. "Ohne die Unterstützung meiner Eltern wäre vieles gar nicht möglich."

 

Und noch ein weiterer Punkt ist ihr aufgefallen: "Es gibt in der Region kaum Angebote für Interessierte." Zur Zeit trainiert sie unter der Leitung von Doreen Schurzmann in Döbeln. Sie gibt Kurse für Hip Hop und andere Stilrichtungen. "Ich mache zur Zeit auch einen Burlesque-Workshop bei ihr und es ist toll", schwärmt Julianna von ihrer heimlichen Mentorin. "Doreen unterstützt und inspiriert mich. Ich denke darüber nach, selber Kids zu unterrichten."

 

In den vergangenen Jahren nahm die junge Leisnigerin deutschlandweit an Workshops und Kursen teil. "Ende Juli fahre ich nach Erfurt zu den Sommertanztagen. Dort mache ich eine Woche lang Tanzkurse mit", gibt sie sich gespannt.

 

Perfektionistisch ist sie, wenn es darum geht, neue Choreografien zu lernen. "Ich übe so lange bis ich sie drauf habe." Auch nach den Kursen arbeitet sie weiter an sich. Was fasziniert sie so, an der Kunst zu tanzen? "Seit ich tanze, habe ich ein viel besseres Körpergefühl. Meine Haltung ist besser und ich spüre meine Bewegungen intensiver."

 

Juliannas Leidenschaft geht über ein einfaches Hobby hinaus. "Ich möchte eine Ausbildung als Tanztrainerin machen." Im Oktober will sie für zwei Jahre neben ihrer eigentlichen Ausbildung auch noch die zur professionellen Tänzerin absolvieren. "Man braucht klare Ziele, um voran zu kommen", so Julianna. Und wer weiß, vielleicht ist sie es irgendwann mal, die die erste Tanzschule in der Region eröffnet und so anderen Tänzern eine Plattform bietet. Den Ehrgeiz dazu hätte sie schon mal.

Stephanie Jankowski

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