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Vor Ratssitzung zur B-169-Trasse: Ostrau auf Anwohneransturm vorbereitet

Öffentlicher Teil Vor Ratssitzung zur B-169-Trasse: Ostrau auf Anwohneransturm vorbereitet

Am Dienstagabend könnte es heiß hergehen im Saal der Meffert Farbwerke AG im Ostrauer Gewerbegebiet. Der Gemeinderat berät unter anderem die neue Linienführung der B 169 zwischen Salbitz und Döbeln. Mehr als 150 Gäste finden Platz. Bürgermeister Dirk Schilling hofft trotzdem auf eine sachliche Diskussion.

Drei Varianten der Linienführung gibt es: Durch Ostrau, aber ohne Anbindung für das Gewerbegebiet von vorn (blau), hinter dem Gewerbegebiet entlang zwischen Kattnitz und Noschkowitz (rot) oder Noschkowitz und Wutzschwitz (grün). Das Amt favorisiert blau, der Gewerbeverband rot.

Quelle: Patrick Moye

Ostrau. Viel Zulauf erwartet Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling zur Gemeinderatssitzung heute Abend. Als letzter Punkt wird die neue Linienführung der B 169 zwischen Salbitz und Döbeln beraten Die Verwaltung hat die Sitzung eigens in den Saal der Meffert Farbwerke AG im Gewerbegebiet (Mittelstraße 8) verlegt. Und um eine halbe Stunde nach hinten, so dass der öffentliche teil der Sitzung erst um 19.30 Uhr beginnt. „Wir rechnen mit einigem Ansturm, aber wir sind gewappnet“, sagt Schilling.

Platz für mindestens 150 Gäste gibt es auf Stühlen. Verwaltungsmitarbeiter haben zudem einige Bänke als Notsitzgelegenheiten heran geschafft. Die Präsentation soll auf einer gut sichtbaren Beamer-Anlage gezeigt werden. Schilling hofft, mit seiner Vorstellung der drei Varianten (die DAZ berichtete) die Grundlage für eine sachliche Diskussion zu legen. „Es soll nicht so werden wie 2009, als alle durcheinander geredet haben. Es wird eine normale Gemeinderatssitzung und nur nach Wortmeldung gesprochen“, kündigt er an.

Zwar habe es von einigen Gemeinderäten Wortmeldungen gegeben, wonach sie lieber einen Vertreter des für die Planung zuständigen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) in der Sitzung gehabt hätten, doch Schilling sei froh, dass er Gelegenheit habe, das Vorhaben mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl vorzustellen, dass den Planern oftmals abgeht. „Da wird nicht immer der richtige Ton getroffen und Emotionen spielen kaum eine Rolle“, sagt er.

Zu emotionalen Wortmeldungen dürfte es aber dennoch kommen, vor allem wenn es um die Begründungen für einige Überlegungen des Lasuv geht. Dessen Niederlassungsleiter Michael Stritzke war am vergangenen Dienstag extra vor Ort und hatte Gemeinderäten aus Ostrau, Zschaitz-Ottewig und Großweitzschen alle drei Varianten ausführlich vorgestellt. Das Ergebnis: Das Amt bevorzugt Variante 1, die durch Ostrau verläuft und dem Gewerbegebiet keine direkte Zufahrt von vorn mehr bietet. Und das im Vergleich zu Variante 3, die hinter dem Areal übers Feld verläuft, vor allem aus Naturschutzgründen. „Naturschutzbelange stehen über allem“, sagt Schilling. „Eine möglicherweise bei Noschkowitz lebende seltene Eidechsenart oder die Flugbahn einer Fledermaus gelten mehr als die Mehrbelastung an der Oschatzer Straße.“

Daher sei es Aufgabe des Gemeinderates im Sinne der Anwohner zu entscheiden. „Für uns geht es um die Lärmbelastung und ob das Gewerbegebiet direkt erreicht werden kann“, sagt Schilling. Das sieht auch Bernd Sonntag. Chef des Ostrauer Gewerbeverbandes, so. „Im Vorstand haben wir schon gesprochen. Variante 3 wäre für das Gewerbegebiet besser. Es wäre von Pkw und Lkw von zwei Seiten erreichbar und auch die Geschäftshäuser von Hammer und Vepo würden profitieren.“ Sonntag hofft, dass möglichst viele Unternehmer heute Abend dabei sind. „Sie können ihre Meinung sagen. Eine andere Sitzung dazu gibt es nicht mehr“, betont er.

Das gilt allerdings nur für die Wahl der reinen Linienführung. Diese wird der Rat heute definitiv beschließen. Die Verwaltung muss die Begründung für das Lasuv hinterher ausarbeiten. Die Arbeit werde nicht umsonst sein, betont Dirk Schilling. „Unsere Entscheidung kann etwas ändern. Das Lasuv hat deutlich gemacht, dass man nicht am Willen einer Gemeinde vorbei planen wird.“ Und selbst die Linienführung könne in der Tiefenplanung noch um 50 Meter nach links oder rechts verlegt werden. Dies spiele heute Abend aber noch keine Rolle.

Von Sebastian Fink

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