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Vorbereitungen für das 15. Stockcar-Rennen in Hartha laufen

„Kein Schachspiel“ Vorbereitungen für das 15. Stockcar-Rennen in Hartha laufen

Am 27. Oktober ist es wieder soweit. An diesem Tag findet das 15 Stockcar-Rennen des Motorsportclubs Hartha statt. Die Vorbereitungen laufen, damit am Tag des Rennens alles problemlos über die Bühne geht.

Die letzten Vorbereitungen werden getroffen: Ray Schmiftgen nimmt am 15. Stockcar-Rennen teil.

Quelle: Maria Sandig

Hartha. Rund 100 Teilnehmer werden in diesem Jahr beim 15. Stockcar-Rennen in Hartha, das am 27. Oktober stattfindet, antreten.

„Mehr lässt die Strecke nicht zu. Die Zeit spielt eine Rolle, jetzt um die Jahreszeit wird es ja bei Zeiten dunkel“, sagt Hans-Jürgen Estler, der zweite Vorsitzende des Motorsportclubs (MSC) Hartha. Es ist das 30. Jahr des Bestehens des Clubs.

Erster Ladys-Cup geplant

Momentan laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Die Kommunikation mit Versicherungen, Sponsoren, Ärzten und Sanitätern ist in vollem Gange. Außerdem werden schon Arbeiten an der Rennstrecke erledigt.

Die Rennen finden in verschiedenen Klassen statt: Es gibt beispielsweise eine Trabant-Klasse und in diesem Jahr vielleicht sogar erstmals eine reine Frauenklasse: „Das ist abhängig von der Zahl der Anmeldungen. In den vergangenen Jahren waren immer zwei bis drei Frauen dabei. Das hat jedoch so sehr zugenommen, dass die Idee entstand, ein separates Rennen für Frauen stattfinden zu lassen.“ Nennungsschluss ist der 21. Oktober. Sechs bis acht Frauen sollten es mindestens sein, damit der „Ladys-Cup“ stattfinden kann.

Beim Stockcar-Rennen gibt es Teilnehmer von 16 bis 60 Jahre: „Unser Hermann Petzold, der leider verstorben ist, fuhr bis zu seinem 61 Lebensjahr bei den Rennen mit“.

38 Teilnehmer im ersten Jahr

Die Idee, den MSC Hartha zu gründen, kam im Jahr 1988. Der Verein spezialisierte sich anfangs auf die Veranstaltung von Kartrennen. Die damals K-Wagen genannten Rennfahrzeuge wurden komplett selbst gebaut. Mit dem größer werdenden Interesse für diese Motorsportart wurde es auch teurer. Es gab immer mehr Bestimmungen und Auflagen, die es letztlich unmöglich machten, auf einer „Naturstrecke“ wie in Hartha (rund um den Stadtpark) ein Rennen zu veranstalten. Dem MSC gelang es nicht, eine eigene Kartbahn auf die Beine zu stellen.

„Im Jahr 2000 trat eine Gruppe sportbegeisterter, junger Leute an den Verein heran und erklärte, was ein Stock Car ist. Sie wurden zu einem festen Bestandteil des Vereins“, sagt Estler. Mit 38 Teilnehmern ging es los. Der Verein baute das Event Schritt für Schritt aus. In diesem Jahr wird es an beiden Tagen Abendveranstaltungen geben, bei denen Live Bands auftreten.

Vernichtungslauf: Sieger ist die Person, deren Auto noch fährt

Fast 100 ehrenamtliche Helfer sind beim Stockcar-Rennen im Einsatz. „Ohne die Helfer der Feuerwehr, des DRK und weiteren Vereinen, die unter anderem als Streckenposten tätig sind, würde das alles gar nicht gehen“, sagt Estler. Er fände es toll, dass sich die Vereine gegenseitig unterstützen. „Das Rennen hat sich zu einer Tradition entwickelt“, sagt das Vereinsmitglied.

Hartha hat als Veranstaltungsort eine Besonderheit: Es ist das letzte Rennen für Hartha und Umgebung im Jahr. Ganz zum Schluss gibt es den sogenannten Vernichtungslauf. „Es ist das Spektakel schlechthin. Sieger ist der, dessen Auto zuletzt noch fährt. Sogar halbe Trabbis fahren da mit“, erklärt Estler.

Das Vereinsmitglied betont, dass Stockcar-Rennen kein Schachspielen sei. Im letzten Jahr verlor ein Teilnehmer eine Hand. Auch Rippen- oder Beinbrüche gab es schon. „Die Verletzungen gehen nicht in den lebensbedrohlichen Bereich, aber es passieren doch Dinge, welche die Lebensqualität einschränken können.“

Von Maria Sandig

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