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Döbeln Wachgeküsst in Hartha
Region Döbeln Wachgeküsst in Hartha
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17:23 11.06.2017
Frosch speit Wasser. Quelle: Sven Bartsch
Hartha

Im Veranstaltungskalender der Region wurde es am Wochenende mächtig eng. Durch Pfingsten am ersten Juni-Wochenende verdrängt, zelebrierte Hartha eine Woche später sein 20. Brunnenfest. Der Zulauf am Sonnabend bewies: Hartha kann immer feiern, auch unter terminlich erschwerten Bedingungen.

Wenn die Stadt feiert und der Marktplatz zur Festmeile erwacht, bringen sich alle ein: Vereine, Kindertagesstätten, die Kirche. Zur Kaffeezeit säumen Trauben von Menschen die Bühne, halten das Programm der Villa Kunterbund digital fest. „Für die Kinder ist der Auftritt eine schöne Herausforderung“, sagt Leiterin Silvia Schalm. Mit Tänzen und kleinen Texten unterhalten die Kindergarten- und Hortkinder das Publikum. Erzieherin Anna Kmoch hat die Texte geschrieben; zuhause haben die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern für ihren Auftritt gelernt.

Knurrende Mägen, durstige Kehlen – beim Brunnenfest Fehlanzeige. Schützenverein, Heimatfreunde, die Leichtathleten und das Kinderhaus Hartha bieten in ihren Buden Essen und Getränke an. Der Erlös kommt den Vereinen zu Gute. Wer von den Kindern Glück hat, ergattert einen Platz im Froschbrunnen; die ganz Mutigen klettern dem Harthaer Wahrzeichen auf den Kopf und lassen sich die blanken Füße mit frisch gezapftem Wasser aus dem Froschmaul kühlen.

Wer’s ruhiger mag, nimmt die Stufen zur Stadtkirche. „Ob zum Brunnen- oder Weihnachtsfest – wir öffnen zu diesen Anlässen immer die Kirche und freuen uns, wie gut das Angebot angenommen wird, gerade von Menschen, die nicht in der Kirche sind“, sagt Kirchenvorstandsmitglied Christian Zimmermann. Mit Besuchern aus Waldheim steht er gerade auf der Uhrenebene im Turm, weist auf die Granatsplitter aus dem Zweiten Weltkrieg hin, auf die Nistkästen, die Dohlen und Turmfalken ein Zuhause bieten, auf die Fakten zur Kirchensanierung, in die nicht nur 1,5 Millionen Euro, sondern auch viel Herzblut der Beteiligten geflossen seien.

Seinen Höhepunkt erlebt das Brunnenfest in der Dämmerung; die Gäste haben die Wahl zwischen Guggenmusik auf dem Markt und einer „Kleinen Nachtmusik“ in der Stadtkirche.

Von Antje Krieger

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