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Döbeln Waldheim: Die Prinzen kommen
Region Döbeln Waldheim: Die Prinzen kommen
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21:29 30.08.2013

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Frage: Herr Schmidt, wie läuft es mit den Kirchenkonzerten?

Henri Schmitdt: Noch haben wir ja nicht begonnen. Derzeit stecken wir voll in den Proben für unsere Tournee. Vier Stunden täglich. Das erste Konzert geben wir am Dienstag in der evangelischen Kirche in Wald-Michelbach. Wir werden von der Nordsee bis ins Oberallgäu unterwegs sein.

Sie sollen ja in Leipzig neben einem Pfarrer wohnen. War es eigentlichen seine oder die Idee der Prinzen, eine Tour durch die Kirchen in Deutschland zu starten? Oder war das "Alles nur geklaut"?

Es stimmt ich wohne neben einem Pfarrer. Aber woher wissen Sie das?

Ich hab' mal unser Archiv bemüht!

Es war natürlich die Idee der Prinzen in den Kirchen aufzutreten. Da ist nichts geklaut. Die Geschichte der Prinzen ist ja eng mit Kirchenmusik verbunden. Vier der Sänger kommen aus dem Thomanerchor, einer aus dem Kreuzchor. Außerdem haben wir früher immer wieder Briefe und jetzt e-mails bekommen von unseren Fans, dass sie nicht immer so weit fahren wollen bis zum nächsten Prinzenkonzert. Deswegen kommen wir jetzt zu unseren Fans. Viel sind uns sehr dankbar, dass wir in den kleinen Orten spielen.

Was erwartet denn die Kirchenkonzertbesucher?

Es wird ein sehr bunter Mix mit vielen Hits der Prinzen. Während der Proben stimmen wir immer noch die Setliste ab. Zu Beginn des Konzerts wird es auf alle Fälle einen liturgischen Gesang geben.

Was ist eigentlich aufregender für Sie, ein Konzert in einer großen Halle oder das in der Kirche? Dort wo man quasi das Weiße in den Augen der Besucher sieht, weil Sie ganz dicht vor ihnen Spielen?

In großen Hallen ist man geblendet von den Scheinwerfern und sieht in eine große, graue Masse. Bei den Kirchenkonzerten steht die Bühne manchmal keinen halben Meter vor der Ersten Kirchenbank. Wir können dann ganz genau erleben, wie unser Publikum reagiert. Wir sind jetzt 20 Jahre als Prinzen unterwegs. Wenn man dann noch von Aufregung sprechen kann, hat so ein Kirchenkonzert ganz dicht vor dem Publikum schon etwas Einmaliges.

Bringen die Prinzen die Kirchen zum Rocken? Oder anders gefragt: Dürfen die Besucher auch auf den Bänken tanzen, wenn sie das wollen.?

Das ist das Ziel. Wir haben schon vor die Kirche zu rocken, wenn alles gut läuft. Am Anfang ist es so, dass sich alle beäugen. Was darf ich machen? Vieles hängt auch davon ab, was die Pfarrer zu Beginn des Konzerts sagen. Vor jedem Konzert hält der jeweilige Pfarrer ein Ansprache an das Publikum. Normalerweise ist es dann so, dass alle nach den ersten 20 Minuten vergessen haben, dass sie in einer Kirche sitzen. Und wir fordern unsere Fans natürlich auch auf, so richtig mitzumachen.

Wie muss ich mir das eigentlich vorstellen. Sind Sie ab Tourstart jeden Tag mit einem dicken Bus mit ihren Kollegen unterwegs und fahren von einem Auftrittsort zum nächsten?

Wir haben alles aufgeteilt auf zwei kleinere Busse. Wir sind also nicht im Nightliner unterwegs. Der wäre auch viel zu groß und zu unbeweglich für die kleinen Orte in denen wir manchmal spielen. Ich erinnere mich an eine Geschichte, da waren wir in einem kleinen Bergdorf in Baden-Württemberg unterwegs. Dort mussten wir mit unseren Laster rückwärts über den kompletten Friedhof fahren, um an die Kirche zu kommen. Das sah schon etwas komisch aus.

Herr Schmidt, Hand aufs Herz, wann waren Sie das letzte Mal zu einem richtigen Gottesdienst in der Kirche?

Das ist noch gar nicht so lange her. Das war am 7.7. Ich kann jetzt aber nicht von mir sagen, dass ich jeden Sonntag in die Kirche gehe. Aber es ist schon mehr als nur zu Ostern und zu Weihnachten.

Interview: Heiko Stets

iDie Prinzen treten am 22. September, 18 Uhr, in der Waldheimer Stadtkirche auf. Karten können im DAZ -Shop in Döbeln, Obermarkt 28 gekauft werden. Darüber hinaus werden Tickets in Waldheim im Pfarramt verkauft.

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