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Waldheim: Napoleonhaus mal wieder Thema im Ausschuss

Museum Waldheim: Napoleonhaus mal wieder Thema im Ausschuss

Der Technische Ausschuss des Stadtrates hat jetzt geringfügige Nachträge bei der Sanierung des künftigen Stadt- und Museumshauses genehmigt. Damit der Bau zügig zum Ende kommt, darf Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) selbst einen Auftrag vergeben

Das Napoleonhaus hat einmal mehr den Technischen Ausschuss des Stadtrates Waldheim beschäftigt.

Quelle: Dirk Wurzel

Waldheim. Die Bauarbeiten im künftigen Stadt- und Museumshaus gehen in den Endspurt. Die Verwaltung rotiert und die Mitglieder des Technischen Ausschusses hatten zur jüngsten Sitzung auch etliche Beschlussvorlagen auf dem Tisch, die das Napoleonhaus betrafen. Nachträge waren zu genehmigen und der Bürgermeister zu bevollmächtigen, Aufträge selbst zu vergeben, weil dies der Stadtrat in seiner Sitzungsroutine nicht termingerecht geschafft hätte.

Wie sieht es aus auf Waldheims prominentester und teuerster Baustelle? Christian Voigt vom Waldheimer Bauamt: „Nach den Maler- und Fliesenlegerarbeiten kann der Einbau der Heizung beginnen.“ Dieser Posten ist geringfügig teurer geworden. Um 4450 Euro, um genau zu sein. Christian Voigt führt das auf die Wünsch der künftigen Nutzer nach zusätzlichen Heizkörpern zurück, die wiederum mehr Leitungen erfordern. Gaby Zemmrich, SPD-Stadträtin im Technischen Ausschuss, wollte wissen, wie das sein kann und weshalb das nicht bei der Ausschreibung berücksichtigt wurde. „Wenn ich das alles vorher berücksichtigen würde, hätte ich noch keine Ausschreibung“, sagte Christian Voigt zu dieser Feinabstimmung über die Heizkörperwünsche. Letztlich bestätigte der Technische Ausschuss den Nachtrag mit großer Mehrheit. Auch der Innenausbau des Hauptgebäudes hat sich geringfügig verteuert. „Grund waren zum Beispiel die porphyrnen Türstöcke“, sagte der Hochbauverantwortliche in der Waldheimer Stadtverwaltung. Es sind rund 3380 Euro, die die Waldheimer Hoch- und Ausbaugesellschaft mehr für den Innenausbau des historischen Hauptgebäudes zu bekommen hat.

Der Fußboden im Erdgeschoss des Napoleonhauses besteht aus Beton, ebenso der im ersten Obergeschoss. Laut den gestalterischen Vorgaben des Denkmalschutzes sollen ihn Eichendielen bedecken. Hölzern war dieser Boden einmal. Aber weil der Hausschwamm die Balken befallen und eine Sanierung unmöglich gemacht hatte, hat die Stadt Waldheim als Bauherr das morsche Gebälk herausreißen und eine moderne Stahlbetondecke einziehen lassen – was beim Thema Brandschutz enorme Pluspunkte bringt. Nun soll Beton eine hölzerne Haut bekommen, damit er wieder so aussieht, wie er früher einmal gewesen war.

Die Ausschreibung für diesen Posten bereitet die Stadtverwaltung gerade vor. Weil keine Sitzung des technischen Ausschusses stattfindet, wenn sie abgeschlossen ist und die Verwaltung das wirtschaftlich günstigste Angebot ausgewählt hat, soll Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) den Auftrag kurzfristig vergeben können. Dem stimmten die Mitglieder des technischen Ausschusses mehrheitlich zu.

So kann der Bau nun reibungslos in den Endspurt gehen. Am 24. November 2017 wird das Stadt- und Museumshaus fertig sein, pünktlich zum 70. Todestag von Georg Kolbe. Um Teile seines Werkes ausstellen zu können, saniert die Stadt das Napoleonhaus.

Um Platz Veranstaltungen zu gewinnen, baut die Stadt an den Funktionsanbau einen Glaspavillon an. Dieser kostet zusammen mit den Außenanlagen 195 500 Euro. Bei diesem fünften Bauabschnitt geht Waldheim in Vorkasse, um das Eröffnungsdatum halten zu können . Das soll der 25. November sein. Die Kosten für den Glasanbau will die Stadt mit Fördergeld bezahlen. Die SAB hat bereits signalisiert, dass das Vorhaben förderfähig ist.

Von Dirk Wurzel

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