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Döbeln Waldheim: Schnelles Internet mit Fördergeld nicht vor 2018
Region Döbeln Waldheim: Schnelles Internet mit Fördergeld nicht vor 2018
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16:59 24.03.2016
Breitbandausbau und schnelles Internet ist eine Angelegenheit, die viele Firmen im Waldheimer Gewerbegebiet betrifft. (Symbolfoto) Quelle: dpa
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Waldheim

Und so schnell wahrscheinlich auch nicht zu beschleunigen, wie aus der Einschätzung des Planungsbüros hervorgeht.„Wir sind volle Kanne dran“, sagte Bauamtsleiter Michael Wittig über die Bemühungen der Stadt, Waldheim ans schnelle Internet anzuschließen. So hat sich die Stadt jetzt die Beratungsleistung gesichert. 50 000 Euro gibt es vom Bund, damit die Kommunen Ingenieure beauftragen können, die sie beim Breitbandausbau beraten. Den wiederum fördert ein neues Programm des Bundes zusammen mit Geld vom Freistaat. Jan Klingler vom Chemnitzer Ingenieurbüro Tele Kabel Ing. mbH (TKI) sprach vor den versammelten Gewerbetreibenden über die Fährnisse der Förderprogramme und verdeutlichte, wie kompliziert diese Thematik ist. Um nicht den bestehenden Markt mit Fördergeld zu verzerren und Anbieter zu begünstigen, fließt die Subvention für den Breitband-Ausbau nur in Gegenden, in denen das Internet langsamer als 30 Megabit pro Sekunde ist. Ganz gleich, ob es Kabel oder Funkstrecken die Daten übertragen. Wenn sich also beispielsweise Waldheimer Gewerbegebiets-Firmen selbst um Lösungen bemühen und sich in Eigenregie eine schnelle Internet-Verbindung einrichten würden, könnte es mit der Förderfähigkeit Essig sein.

Die neuen Programme fördern den Breitband-Ausbau mit einer Übertragungskapazität von mindestens 50 Megabit pro Sekunde. Das ist relativ teuer, so dass auch bei Spitzenfördersätzen immer noch jede Menge Geld übrig bleibt, das die Kommune als Eigenanteil aufbringen muss. Für die Ausführungen zur großen Bandbreite des Themas Breitband schienen sich die Gewerbetreibenden aber am Dienstag eher weniger zu interessieren. Da ging es eher um praktische Fragen: Wie schnell kriegen wir schnelles Internet? Und das ließen die Leute Jan Klingler auch wissen. „Es geht weder schnell, noch ist es einfach“, lautete dessen Antwort. Zunächst gelte es, Bestand und Ausbaubedarf zu ermitteln. Dann könne es an das Schreiben der Förderanträge gehen. Vor Mitte bis Ende 2018 sei nicht mit dem schnellen Internet im Waldheimer Gewerbegebiet zu rechnen, wenn es die Stadt mit Fördergeld aus den neuen Programmen bauen lässt.

Erst vor zwei bis drei Jahren hat der Landkreis mit zehn Millionen Euro Fördergeld die technischen Voraussetzungen für schnelles Internet geschaffen. Die Telekom bekam damals als einziger Bieter den Auftrag und baute Funkstrecken und verlegte Glasfaserkabel. Eine Übertragungsrate von mindestens zwei Megabit pro Sekunde war die Förderbedingung. Aus heutiger Sicht ist das zu langsam.

Von Dirk Wurzel

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