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Döbeln Waldheim: Spindel-Kauf sorgt wieder für Kontroversen
Region Döbeln Waldheim: Spindel-Kauf sorgt wieder für Kontroversen
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Die alte Spindelfabrik ntrübt nicht nur die Waldheimer Stadtansich, sondern sorgte im Stadtrat (mal wieder) für Kontroversen. Quelle: Sven Bartsch
Waldheim

Das Thema Spindelfabrik hat mal wieder Kontroversen zwischen Waldheimer Stadtrat und Verwaltung ausgelöst. „Das ist ein schlechter Handel“, sagt SPD-Stadträtin Gaby Zemmrich. Sie meint den Stadtratsbeschluss, der ehemaligen Eigentümerin der maroden Fabrik Forderungen zu erlassen. Insgesamt geht es um rund 8000 Euro. Dabei handelt es sich unter anderem um Kosten für Sicherungsarbeiten des Bauhofes. Da diese Außenstände schwer beizutreiben seien, soll der Stadtrat beschließen, diese zu erlassen.

Was er denn auch ohne Gaby Zemmrichs Stimme tat. Sie nahm ihr gutes demokratisches Recht wahr, die Dinge anders zu sehen. „Wer einen Kaufvertrag schließt, sollte sich versichern, dass keine Forderungen mehr bestehen“, sagte sie. Waldheim hatte die marode Spindelfabrik für 116 000 Euro gekauft, um sie abzureißen. Der Stadtrat hatte sich mehrheitlich dafür ausgesprochen und für die Verhandlungen mit der texanischen Eigentümerin eine Obergrenze festgelegt, die weit über dem tatsächlichen Kaufpreis liegt (die DAZ berichtet).

Waldheims Stadträte beschlossen nicht nur, der Ex-Eigentümerin die Forderungen zu erlassen, sondern auch, rund 32 000 Euro für die Vorbereitung des Abbruch der Ruine bereitzustellen. Weitere Gutachten, Straßensperrung, der Entfernung loser Gebäudeteile, Beseitigung von Wildwuchs, Schadstoffgutachten und Planung des Abbruchs kosten schließlich Geld, das die Stadt jetzt vorstrecken muss. Da kommen schnell 32 000 Euro zusammen, die die Stadt aus der Rücklage nehmen will. „Wir haben für diese Kosten bereits einen Förderantrag bei der SAB gestellt“, informierte Bauamtsleiter Michael Wittig im Stadtrat, der den Spindelkauf durch die Stadt als „guten Handel“ bezeichnete.

Von Dirk Wurzel

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