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Döbeln Waldheim: Spindel-Pläne lassen die Köpfe rauchen
Region Döbeln Waldheim: Spindel-Pläne lassen die Köpfe rauchen
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Die Spindelfabrik gehört seit einem Jahr der Stadt Waldheim und gammelt immer noch vor sich hin. Dabei ist die Stadtverwaltung nicht untätig, wenn es darum geht, die Pläne zum Abriss zu realisieren. Quelle: Dirk Wurzel
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Waldheim

Vor reichlich einem Jahr hat die Stadt Waldheim die Spindelfabrik für 116 000 Euro gekauft. Gekauft, um sie abzureißen. Nun, ein Jahr später, steht die Ruine immer noch. Und es gibt bereits erste Ideen, was auf dem Grundstück geschehen kann, wenn das marode Gebäude verschwunden ist. Einfach ist es jedoch nicht, diese Ideen zu realisieren.

Immerhin hat die Stadt jetzt das Bodengutachten. Das ist eine wichtige Grundlage, um Fördergeld für den Abriss beantragen zu können. „Wir arbeiten gerade an den Anträgen für das Fördergeld“, sagt Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). Die Verwaltung muss genau prüfen, welche Fördertöpfe sie anzapfen will und kann. Das sich nämlich auch darauf auswirken, ob sich die Idee verwirklichen lässt, auf dem Gelände der Spindelfabrik einen Abwassersammler zu errichten. In Waldheim fließen Schmutz- und Regenwasser überwiegend in gemeinsamen Kanälen zur Kläranlage. Bei stärkerem Regen kann mehr Wasser ankommen, als der Kläranlage gut tut. Deswegen fangen Sammler diese Wassermassen auf und puffern den Zufluss in die Anlage. Es hatte sich in Waldheim bereits herumgesprochen, dass es Pläne gibt, auf dem Spindel-Gelände einen solchen Zuflusspuffer zu bauen. Aber das ist nicht so einfach. „Der Abwasserzweckverband muss einen neuen Sammler bauen. Es gibt darum den Gedanken, das auf dem Gelände der Spindelfabrik zu tun. Das muss aber erst noch intensiv geprüft werden“, sagt Bürgermeister Ernst, der zugleich Verbandsvorsitzender des Abwasserzweckverbandes „Untere Zschopau“ ist. Genau zu prüfen ist in diesem Fall, ob ein solches Vorhaben förderschädlich ist, sprich die anvisierten Zuschüsse von bis zu 90 Prozent dann nicht mehr fließen. Diese Frage beschäftigt nun auch die Mitarbeiter der Waldheimer Stadtverwaltung.

Der Kauf der Spindelfabrik war ein Herzensanliegen des Bürgermeisters. Jahrelang hatte sich die Stadt vor Steffen Ernsts Amtsantritt bemüht, sich das Gebäude anzueignen, das einer Frau aus Texas gehörte. Zuletzt war der Kontakt abgerissen. Steffen Ernst hatte seine eigene Bekanntschaft in den Vereinigten Staaten bemüht, um an die Texanerin heranzukommen. Das gelang und die Stadt nahm Verhandlungen auf. Schließlich beauftragte die US-Amerikanerin ein Maklerbüro, die Industriebrache zu verkaufen. Zuvor hatte der Stadtrat mit großer Mehrheit den Kauf erlaubt und eine Preisobergrenze festgelegt. Die Ruine war mit rund 116 000 Euro zwar vergleichsweise teuer, aber nicht so teuer, wie es hätte sein können.

Von Dirk Wurzel

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