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Döbeln Waldheim: Stiefsohn misshandelt – Haftstrafe kassiert
Region Döbeln Waldheim: Stiefsohn misshandelt – Haftstrafe kassiert
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Am Amtsgericht Döbeln war ein Waldheimer der Körperverletzung an seinem Stiefsohn angeklagt. Das Verfahren endete mit einem Schuldspruch. Quelle: Wolfgang Sens (LVZ/DAZ)
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Waldheim/Döbeln

Mit einem Schuldspruch wegen Körperverletzung ist jetzt das Verfahren gegen einen Mittdreißiger aus Waldheim zu Ende gegangen. Dem Mann lag zur Last, im März 2016 seinen Stiefsohn misshandelt zu haben. „Der Angeklagte packte den Jungen am Hals und drückte ihn am Schrank hoch, so dass seine Beine in der Luft hingen. Danach ließ er ihn fallen“, heißt es in der Anklage. An einem anderen Tag im März 2016 soll der Waldheimer seinen Stiefsohn ebenfalls misshandelt haben. Jugendrichterin Marion Zöllner sah diese Tatvorwürfe als erwiesen an, verurteilte den Waldheimer zu sechs Monaten Haft und setzte deren Vollstreckung aus. Zwei Jahre dauert die Bewährungszeit. Das Urteil ist nichts rechtskräftig. Weil der Geschädigte ein neunjähriges Kind ist, war die Jugendrichterin als Jugendschutzgericht für diese Anklage zuständig.

Die erste Verhandlung in dieser Sache war im Januar. Damals stritt der Angeklagte die Tatvorwürfe ab. „Von der Gewalt ist nichts gewesen. Das ist an den Haaren herbei gezogen, weil das ein Rosenkrieg ist und es ums Sorgerecht geht“, sagte er damals. Zeugen könnten bestätigen, dass sich ein harmonisches Bild bot, als sie ihn und die Kinder an den Tagen der angeblichen Übergriffe besuchten. Um diese Zeugen zu hören, hatte das Gericht dann einen neuen Verhandlungstag anberaumen müssen. Weil es das Verfahren nicht in der gesetzliche vorgeschriebenen Frist von drei Wochen fortsetzen konnte, startete der Prozess jetzt komplett neu. Nun sagten die vom Angeklagten benannten Zeugen aus, stützten aber damit eher die Version der Kinder. Im ersten Prozess im Januar hatte der neunjährige Junge als Geschädigter die Tatvorwürfe bestätigt, als er in öffentlicher Sitzung dazu aussagte. „Hals gepackt“ und „Arschtritt gegeben“ – diese Formulierungen durchzogen seine Aussage. Am Ende der nunmehrigen Beweisaufnahme reichten dem Gericht die Beweise, um keine Zweifel an der Schuld des Angeklagten zu haben. Grund für die Tat war offenbar, dass die Kinder nicht so ordentlich waren, wie sich das ihr Stiefvater wünschte.

Die strafrechtlichen Ausläufer dieses Rosenkriegs beschäftigten Richterin Zöllner nicht zum ersten Mal. Im Juli 2016 verurteilte sie die Mutter des Neunjährigen wegen Anstiftung zur Sachbeschädigung einer Geldstrafe. Die Frau hatte einen 17-Jährigen dazu gebracht, den Namen und die Telefonnummer der neuen Freundin ihres getrennt lebenden Mannes an den Waldheimer Bahnhof zu sprühen, offenbar um sich an ihm zu rächen. Außerdem hatte sie laut Feststellung des Gerichtes den Jugendlichen dazu überredet, die Fensterscheiben an der Wohnung ihres Ex-Mannes einzuschmeißen.

Von Dirk Wurzel

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