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Döbeln Waldheim bessert Brandschutz im Rathaus nach
Region Döbeln Waldheim bessert Brandschutz im Rathaus nach
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17:01 30.04.2018
Waldheim kümmert sich um den Brandschutz im Rathaus. Quelle: Wolfgang Sens
Waldheim

Waldheim ist zur Zeit dabei, das Rathaus brandschutztechnisch zu sanieren. Der bisherige Plan sah vor, das Haupttreppenhaus mit sogenannten Brandschutzvorhängen, die im Ernstfall aus einem Kasten unter der Decke herabfahren, zu sichern. Doch davon ist man nun abgerückt. Während der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses entschied man sich,, stattdessen auf Glastüren zu setzen.

Türen statt Vorhänge

„Im Zuge der Umsetzung haben sich Dinge ergeben, die uns die gesamte technische Umsetzung noch mal haben prüfen lassen“, führte Bauamtsleiter Michael Wittig das Thema ein. Bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus, dass die Vorhangvariante doch einen größeren Eingriff in die historischen Decken verlangt hätte, als gedacht. Das habe ein Vor-Ort-Termin mit der beauftragten Firma ergeben. „Dabei wurde festgestellt, dass das System, welches vom Planer favorisiert wurde, noch keine Zulassung hat und somit nicht eingebaut werden kann“, wird in der entsprechenden Beschlussvorlage ausgeführt. „Es kann ein anderes System eingebaut werden, welches jedoch einen größeren Eingriff in die Decken erforderlich macht.“ Nach Ansicht der Stadt und Planer Dirk Becker ein viel zu gravierender Eingriff. Stattdessen sollen nun zusätzliche Glastüren den Job übernehmen. „Diese Variante ist technisch sauber, den neusten Anforderungen entsprechend und fügt sich in das Bild des Haupttreppenhauses ein“, fasste Dirk Becker für die Ausschussmitglieder zusammen. Zudem ändere sich auch mit der neuen Lösung nichts am Preis.

Aktuelle Anlage nur bedingt funktionsfähig

Änderungen stehen darüber hinaus auch in Sachen Brandmeldeanlage ins Haus. „Unsere Meldeanlage funktioniert zwar, aber nicht mehr so, wie sie es den neusten technischen Voraussetzungen nach muss“, gab der Bauamtsleiter zu bedenken. Die Folge: Im Rathaus müssen alle Rauchmelder aufgrund ihres Alters gegen neuere Modelle ausgetauscht werden. Und das zieht noch eine weitere Maßnahme nach sich. „Da die neuen Rauchmelder nicht mit der alten Technik kommunizieren und die alte Technik an ihre Leistungsfähigkeit stößt, muss die Technik getauscht und zusätzlich ein Feuerwehrbedienfeld installiert werden“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage.

Nach Angaben von Michael Wittig sei demnach die aktuelle Anlage nur bedingt funktionsfähig. Denn im Ernstfall erfolgt derzeit keine Anzeige der auslösenden Rauchmelder. „Das heißt, im Falle eines Brandereignisses wird zwar die Brandmeldeanlage ausgelöst, aber die eintreffende Feuerwehr kann an der Brandmeldeanlage nicht ablesen, wo der Brand ist und muss im schlimmsten Fall im Rathaus umherirren, bis der ausgelöste Brandmelder gefunden wird“, so weiter in der Beschlussvorlage. Finanziert wird die rund 56.500 Euro teure Maßnahme mit Fördermitteln aus der Stadtsanierung.

Von André Pitz

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