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Döbeln Waldheim entschädigt Museums-Helfer
Region Döbeln Waldheim entschädigt Museums-Helfer
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00:34 10.05.2018
Damit im Waldheimer Stadt- und Museumshaus sowohl Empfang als auch Ausstellungsteil abgedeckt sind, greifen Unterstützer dem städtischen Personal unter die Arme. Quelle: Sven Bartsch
Waldheim

Seit November letzten Jahres steht das Waldheimer Stadt- und Museumshauses bereits für Besucher offen. Mit dem Umzug an den neuen Standort sind auch die Öffnungszeiten erheblich erweitert worden. Für die fünf Mitarbeiter ist das alleine nicht abzudecken. „Zur Absicherung aller Angebote des Hauses sind neben den festangestellten Mitarbeitern zusätzliche Kräfte erforderlich“, wird in einer Beschlussvorlage, die jüngst die Mitglieder des Verwaltungsausschusses beschäftigte, erklärt. Unterstützung gibt es deshalb aus den Reihen der Waldheimer selbst. Und das wird laut dem gefassten Beschluss nun mit einer kleinen Aufwandsentschädigung von fünf Euro pro Stunde gewürdigt. „Für die Durchführung gebuchter und öffentlicher Museumsführungen beträgt die Aufwandsentschädigung zehn Euro pro Stunde“, wird in der Vorlage festgehalten.

Anreiz für interessierte Waldheimer

„Wir denken, dass diese Entscheidung in Höhe und Art angemessen ist“, sage Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). Die Vergütung soll zudem als Anreiz für interessierte Bürgerinnen und Bürger dienen, die die Stadt für die Mitwirkung im Stadt- und Museumshaus gewinnen möchte. Derzeit engagieren sich acht Helfer regelmäßig – darunter vor allem Mitglieder der Interessengemeinschaft Heimatmuseum der Waldheimer Kultur- und Heimatfreunde. „Der Beschluss betrifft jedoch nicht nur die Mitglieder der Interessengemeinschaft, sondern alle, die im Tätigkeitsfeld wirksam werden“, erklärte Kämmerin Barbara Wesler weiter.

Öffnungszeiten abdecken

Bedarf an Unterstützung besteht in erster Linie während der Öffnungszeiten an den Wochenenden und im Krankheitsfall des städtischen Personals. „Außerplanmäßige Schließungen des Hauses sollen dadurch verhindert werden“, wird in der Beschlussvorlage das Ziel abgesteckt. „Es ist so, dass immer ein zweite Person mit da ist – eine am Empfang mit Blick auf die Überwachungsanlage und eine zweite, die sich im Haus bewegt“, erläuterte die Kämmerin noch einmal auf Nachfrage von Kathrin Schneider, die für die CDU-Fraktion im Verwaltungsausschuss sitzt. „Fünf Euro sind eine geringe Anerkennung, aber mehr können wir nicht und es ist trotzdem gut, dass wir das machen“, so Schneider weiter.

Werbung bedarf Aufarbeitung

Eine derartige Aufwandsentschädigung hat in Waldheim bereits im Sinne der Gästeführer Schule gemacht. Dort gilt wie für die Museumsführungen der Satz von zehn Euro. „Das leisten sich nicht viele Städte unserer Größenordnung“, weiß Barbara Wesler. „Auch, wenn manchmal gar kein Gast kommt, möchten wir weiter daran festhalten.“ Das Thema Werbung müsse jedoch unstrittigerweise aufgearbeitet werden, um mehr Leute zu den Stadtführungen und ins Museumshaus zu locken. Am Eröffnungswochenende des neuen Teils der stadtgeschichtlichen Ausstellung zog es übrigens 88 Besucher ins Museumshaus, wie der Bürgermeister mitteilte.

Von André Pitz

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