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Döbeln Waldheim sieht keinen Anlass für Erweiterung des Gewerbegebietes
Region Döbeln Waldheim sieht keinen Anlass für Erweiterung des Gewerbegebietes
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15:44 07.11.2018
Etwa 80 Prozent des Waldheimer Gewerbegebietes sind derzeit belegt. Rund 65 000 Quadratmeter Nettobaufläche sind noch verfügbar. Quelle: Stadt Waldheim
Waldheim

„Welche Gründe sprechen gegen eine Erweiterung des Gewerbegebietes?“ Diese Frage richtete ein Waldheimer während der Bürgerfragestunde der jüngsten Sitzung des Stadtrates an die Verwaltung. Seiner Ansicht nach sei eine Ausdehnung der Fläche wünschenswert. Denn die Ansiedlung weiterer Betriebe sei eine Möglichkeit, der Bevölkerungsschrumpfung und damit dem demografischen Wandel entgegenzutreten.

Stadt sieht keine Notwendigkeit

„Aus unserer Sicht sind noch ausreichend Flächen vorhanden“, hielt Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) dagegen, räumte aber gleichzeitig ein, dass die jeweilige Entfernung zu den Autobahnen 4 und 14 es nicht sonderlich leicht mache, Investoren in die Region zu locken. Um Wünschen nach speziellen Grundstücksgrößen gerecht werden zu können, setze man auf Zusammenarbeit im Städtebund Sachsenkreuz und demnach gegenseitige Empfehlungen zwischen Waldheim, Hartha und Leisnig.

Etwa 80 Prozent des Waldheimer Gewerbegebietes sind derzeit belegt. Rund 65 000 Quadratmeter Nettobaufläche sind noch verfügbar. Quelle: Stadt Waldheim

Doch die Anfrage richtete sich konkret nach den in Waldheim verfügbaren Optionen. Nach Ansicht des Zschopaustädters handelt es sich dabei nur noch um Splitterflächen. Die Einschätzung von Bauamtsleiter Michael Wittig sieht jedoch anders aus: „Wir haben sehr viele große Flächen, die beplant, angeschlossen und verfügbar sind.“ Nach Angaben der Stadtverwaltung sind derzeit 80 Prozent der insgesamt rund 420.000 Quadratmeter Nettobaufläche ausgelastet. Ansässig sind aktuell fast 40 Unternehmen – vom Autohaus über Baufirmen bis zum Gewürzhersteller. Die momentan zum Verkauf stehenden und individuell zuschneidbaren Grundstücke bewegen sich zwischen 2.000 und 20.000 Quadratmetern, wie es aus dem Rathaus heißt.

Konkret handelt es sich im eine Fläche am Waldheimer Ortsausgang an der Umgehungsstraße nach Hartha, ein Areal am Richzenhainer Bach und auf der anderen Seite der Harthaer Straße bei Kaufland. Auch am nördlichen Rand des Gewerbegebietes sind gegenwärtig noch Grundstücke verfügbar – sowohl auf der Seite des Autohauses Mäke und gegenüber an der RHG. Zusammengerechnet steht noch eine Nettobaufläche von rund 65.000 Quadratmetern bereit.

Komplizierte Expansion

Komplizierter wird es, wenn sich bereits ansässige Unternehmen auf Expansionskurs befinden und sich auch räumlich ausdehnen wollen. Darauf ist in Waldheim etwa die Walther Nutzfahrzeugbau GmbH aus. Die Stadt räumte der Gesellschaft mit Zustimmung des Stadtrates deshalb Ende vergangenen Jahres eine Kaufoption bis Ende 2019 auf zwei Flurstücke mit einer Gesamtfläche von insgesamt und 8.000 Quadratmetern im Gewerbegebiet an der Landsberger Straße ein. Doch zwischen Firmensitz und der entsprechenden Fläche liegt ein weiteres Grundstück. Ein einheitliches Betriebsgelände ist nur durch einen Flächentausch mit dem Nachbarn möglich. Mittlerweile, ein Jahr später, ist das Problem noch nicht gelöst.

Von André Pitz

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