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Döbeln Waldheimer Brandstifter lockt Ermittler zu sich
Region Döbeln Waldheimer Brandstifter lockt Ermittler zu sich
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14:03 08.02.2019
Brandstiftung vor einem Autohaus in Waldheim. Quelle: Sven Bartsch
Waldheim

Am vergangenen Samstag standen zwei Fahrzeuge vor einem Autohaus an der Landsberger Straße in Waldheim in Flammen, zwei weitere sind dabei in Mitleidenschaft gezogen wurden. Nun hat sich der mutmaßliche Brandstifter mehr oder weniger selbst das Handwerk gelegt.

Alkoholgeschwängerter Anruf

Die Geschichte der Ergreifung des nunmehr Tatverdächtigen nimmt ihren Anfang am Mittwoch mit einem alkoholgeschwängerten Anruf bei der Polizei. Der Anrufer regte sich über ein auf dem Gehweg in der Schloßstraße abgestelltes Auto auf und verlangte umgehend nach den Beamten. „Andernfalls, so seine Drohung, würde er einen Außenspiegel des besagten Autos abreißen“, berichtet Andrzej Rydzik von der Polizeidirektion Chemnitz.

Auffällige Schuhe werden zum Verhängnis

Kurze Zeit später traf eine Polizeistreife an Ort und Stelle ein. Den Beamten kamen sofort Schuhe und Rucksack des 37-jährigen Anrufers bekannt vor. Diese stachen nämlich bereits auf dem Überwachungsvideo des Autohauses ins Auge. Ein Abgleich der Schuhabdruckspuren bestätigte den Verdacht der Polizisten: Der 37-Jährige oder zumindest sein Schuhwerk waren am frühen Samstagmorgen auf dem Gelände des Waldheimer Autohauses unterwegs.

Zwei Fahrzeuge ausgebrannt und zwei beschädigt – das ist die Bilanz des Brandes vom Samstagmorgen.

Laut Ermittlungen der Polizei soll der Tatverdächtige zwei Fahrzeuge angezündet haben. Die Flammen beschädigten zusätzlich zwei weitere Autos. Mittlerweile beziffert die Polizei den entstandenen Sachschaden auf rund 100.000 Euro.

Tatverdächtiger in Haft

Doch damit endet die Geschichte noch nicht. Denn das Profil der auffälligen Schuhe passte zudem auf Abdrücke, die die Polizei in der Waldheimer Härtelstraße sicherte. Dort versuchte am späten Dienstagabend nämlich jemand in die Seniorenresidenz einzusteigen. Auf Antrag der Chemnitzer Staatsanwaltschaft fand sich der Tatverdächtige am Donnerstag vor einem Ermittlungsrichter wieder. Der erließ Haftbefehl. Nun sitzt der 37-Jährige in einer Justizvollzugsanstalt.

Von ap/DAZ

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