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Döbeln Waldheimer Grundschüler tauchen auf Burg Kriebstein in ritterliche Gefilde ein
Region Döbeln Waldheimer Grundschüler tauchen auf Burg Kriebstein in ritterliche Gefilde ein
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14:50 18.05.2016
DAZ-Reporter Dirk Wurzel kam nicht hoch zu Ross auf die Burg Kriebstein, wo die Schüler der Waldheimer Grundschule in dieser Woche alles Wichtige zum Thema Ritter lernen. Im neuen Zeitungs-Golf ist die Reise um einiges bequemer.  Quelle: Sven Bartsch
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Waldheim/Kriebstein

 Den steilen Burgberg ging es aber im Golf trotz seiner 125 Pferdestärken gefühlt nicht wesentlich schneller hinauf, als mit dem Ochsen-Gespann im Mittelalter. Die Automatik schaltete in den ersten Gang und der Motor heulte.

Davon bekamen die Grundschüler gar nichts mit, denn sie lauschten schon sehr konzentriert, was ihnen die historisch gewandeten Gästeführer der Burg so zu erzählen hatten. Viele Hände gingen nach oben, als es Fragen zu beantworten galt. Burg, Ritter, Schwerter – die Kinder waren in ihrem Element.

Das Große Geschäft im Erker

„Die Kettenhaube wiegt soviel, wie ein Dreipfundbrot – das Kettenhemd wiegt 15 Kilogramm“, erläuterte Gästeführerin Steffi Winter den kleinen Rittern und Edelfräulein. „Nicht anfassen. Das Metall rostet sehr schnell“, ermahnte sie die Neugierigen. Beim echten Ritter-Helm galt das nicht mehr, den durfte jeder mal aufsetzen. Und natürlich auch das Schwert – aber nur am Heft, das mit Bast umwickelt ist. „Es ist meins meiner leichtesten Schwerter, zu führen mit einer Hand“, sagte Steffi Winter. Sie erzählte den Kindern auch von den größeren Klingen, deren Träger sie im Kampf oder Turnier wegen ihres Gewichtes mit beiden Händen schwingen mussten.

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Helme, Gewehre, Schwerter – was die Waldheimer Grundschüler auf der Burg Kriebstein alles zu sehen bekamen, zeigt diese Bildergalerie.

Dass die Burgbesatzung Angreifer nicht nur mit Blank- oder Fernwaffen, wie Armbrust und Pfeil und Bogen abwehrten, erfuhren die Waldheimer Grundschüler bei ihrer interessanten Exkursion ebenfalls. Denn die Angreifer bekamen unter anderem heißes Wasser, Öl und Fäkalien ab, wenn sie versuchten, die Burg zu stürmen. Die Baugeschichte stand ebenso auf der Agenda. Dazu gehörte auch die Toiletten, die als Erker über die Mauern ragten. Erstaunte Augen machten die jungen Zuhörer, als sie erfuhren, dass es früher als unschicklich galt, die Tür zum Klo während des Geschäftes zu schließen. Man wollte sich schließlich unterhalten. Und ein großen „Iehhhhhhhhh!“ machte die Runde, als es um das Auswischen nach dem großen Geschäft ging. Nur die hohen Herren konnten ihre Allerwertesten mit Stofftüchern ausputzen, weil diese sehr rar waren. Dadurch hatten dann die Mägde die Schweinerei, wenn sie die benutzten Tücher auswaschen mussten.

Bestens präpariert zum Ritterfest

Übrigens ist derzeit gerade die ganze Waldheimer Grundschule im Ritterfieber. Am Dienstag wanderten die Klassen 1a sowie 2a,b und c durchs Rauschenthal auf die Kriebsteiner Burg. Am Mittwoch sind die Klassen 1b und die drei dritten Klassen dran und am Donnerstag machen sich die Viertklässler auf den Fußmarsch zur Burg ins benachbarte Kriebstein. Am Freitag lädt die Grundschule dann zum Ritterfest auf ihr Schulgelände ein, das die Projektwoche zum Thema „Ritter“ abschließen wird.

Streng ging es weniger zu bei dem Anschauungsunterricht, den die Kinder bei den Gästeführern bekamen. Dafür sehr erlebnisnah und auch humorvoll. „Das Turnier war so etwas wie die Formel Eins der Ritterzeit“, sagte Jörg Möbius, der den Grundschülern das höfische Leben anschaulich erklärte: Von Heiraten ohne Liebe bis zu Verteilungskämpfen unter Rittersleuten.

In weniger martialische Gefilde reist das DAZ-Reporterauto am heutigen Mittwoch. Redakteurin Manuela Engelmann steuert den Golf zur Ostrauer Grundschule zum Vorlesewettbewerb. Ist Ihnen etwas wichtiges in der Gemeinde aufgefallen? Bitte rufen Sie an unter: 0175/9361002

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Von Dirk Wurzel

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