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Döbeln Waldheimer Pumpenbübchen sitzt bald nicht mehr auf dem Trockenen
Region Döbeln Waldheimer Pumpenbübchen sitzt bald nicht mehr auf dem Trockenen
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17:45 31.05.2016
Hinterm Pumpenbübchen klafft eine Baugrube. Dort bauten die Mitarbeiter einer Tiefbaufirma am Dienstag einen Kontrollschacht für den Wasseranschluss ein. Quelle: Dirk Wurzel
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Waldheim

Das Pumpenbübchen kommt ans Wassernetz. Die Arbeiten dafür sind bereits gut sichtbar. Am Dienstag setzten die Mitarbeiter der Tiefbaufirma einen Kontrollschacht für den Wasseranschluss. Am Mittwoch sollen laut Waldheims Bauhofmitarbeiter Romeo Moch die Mitarbeiter einer Spezialfirma den Brunnen sauber machen. „In der kommenden Woche soll das alles Geschichte sein“, sagt Romeo Moch. Dann fließt endlich wieder Wasser aus der Schwengel-Pumpe in die Schale, die das Pumpenbübchen hält. Allerdings nur, wenn die Leute einen Taster betätigen. Dann soll zugleich das Licht angehen und den Brunnen illuminieren. Es wird also wieder alles schick am Schlossplatz.

Junkie zersägte Bübchen Nr. 1

Als die Waldheimer Künstlerin Irmgard Biernath (1905 – 1998) das Pumpenbübchen ihrer Heimatstadt vor 18 Jahren zu deren 800-Jahr-Feier spendierte, konnte sie nicht ahnen, welchen Verdruss die Waldheimer damit haben würden. Was nicht nur am Wasser lag. Denn vor reichlich vier Jahren fehlte gleich die ganze Bronzeskulptur. Crystal-Junkie Ringo K. hatte sie gestohlen, zersägt und auf dem Schrottplatz zu Geld gemacht, um sich dafür Drogen kaufen zu können. Anderthalb Jahre Haft mit Bewährung waren die strafrechtliche Quittung für diesen dreisten Kunst-Klau. Seit dem Stadtfest 2014 ziert ein zweiter Abguss von Irmgard Biernaths Original den Brunnen am Schlossplatz. Der Heimatverein, der Verein Strafvollzugsmuseum und der Fördervereins Napoleonhaus initiierten eine erfolgreiche Spendenaktion, um diesen zweiten Abguss bezahlen zu können.

Betonquader beherbergt Technik

Die Probleme mit der Wasserzufuhr aber blieben. Die Tauchpumpe im Brunnen war störungsanfällig und die Reparaturen machten die Sache zu einem teueren Vergnügen. Also reifte in der Stadtverwaltung die Idee, den Brunnen nicht mehr zu nutzen und die Pumpe ans Trinkwassernetz anzuschließen. In Zusammenarbeit mit der Oewa setzt die Stadt diese Idee nun um.

Vom Kontrollschacht wird am Ende nur dessen Deckel aus Stahlbeton zu sehen sein. Der unterirdische Betonquader wird die ganze Technik beherbergen: Druckminderer, Wasseruhr sowie die Steuerungstechnik für den Wasser-Taster und Brunnen-Beleuchtung, die der Elektriker noch in dieser Woche einbauen soll.

Von Dirk Wurzel

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