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Döbeln Waldheimer Unternehmen bringt schnelles Internet nach Höfchen
Region Döbeln Waldheimer Unternehmen bringt schnelles Internet nach Höfchen
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16:09 16.03.2018
Noch in diesem Jahr soll die Misaxnet breitbandiges Internet nach Höfchen funken. Quelle: dpa
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Kriebstein

Großartig diskutieren mussten die Kriebsteiner Gemeinderäte am Montagabend nicht mehr. Das Gremium sprach sich nach Verlesen der Beschlussvorlage durch Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler Kriebstein) einstimmig dafür aus, das Waldheimer Unternehmen Misaxnet damit zu beauftragen, breitbandiges Internet per Richtfunk in den Ortsteil Höfchen zu bringen.

Scheinbar aussichtslose Ausgangssituation

Das wird vor allem die Anwohner und Gewerbetreibende wie die Betreiber des Hotels am Kriebsteinsee freuen, da die Lage vor Ort alles andere als zeitgemäß ist und sich bisher scheinbar aussichtslos gestaltete. „Die weitere Breitbanderschließung der Ortsteile Höfchen und Kriebstein durch die Telekom wird aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten aufgrund des sehr niedrigen Anschlussgrades nachrangig eingeordnet werden“, wird in der Beschlussvorlage ausgeführt. Zwar schuf die Gemeinde mit der Verlegung eines Leerrohrs an der K8215 eine nutzbare Grundlage für den weiteren Netzausbau, doch niemand könne sagen, ob und wann ein Anbieter diese Gelegenheit nutzen möchte. „Nach einer Umfrage in allen Haushalten durch den Ortschaftsrat sind das derzeit übertragbare Datenvolumen und die Übertragungsgeschwindigkeit nicht zufriedenstellend“, wird in der Vorlage erklärt. Das soll sich nun, dank der Technik von Misaxnet, noch in diesem Jahr ändern. Die Waldheimer beteiligten sich als einziges von insgesamt zehn angeschriebenen Anbietern an der Ausschreibung und gaben ein entsprechendes Angebot ab.

Antennenposten an der Feuerwache

Da der Anbieter auf Richtfunk-Technik setzt, braucht Höfchen dafür geeignete Antennen. Das entsprechende Gerät wird am alten Schornstein an der Feuerwache in Höfchen installiert. Laut Beschluss nimmt die Gemeinde dafür rund 7700 Euro in die Hand. Bürgermeisterin Maria Euchler schätzt, dass sich diese Investition nach fünf Jahren amortisiert haben wird. „Die Refinanzierung der Maßnahme erfolgt über die Vermietung des Schornsteins an der Feuerwache Höfchen“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage. Mieter ist in dem Fall die Misaxnet.

Zweiter Standort optional

Einen weiteren Mast, der sich als Antennenträger eignet, hat die Gemeinde am Eiscafé in Kriebstein ausgemacht. „Damit könnten wir die Netzabdeckung erweitern. Bis jetzt gibt es dafür aber noch keinen Bedarf“, sagt Euchler. Geld steht dafür jedenfalls schon bereit. Um, wenn nötig, an beiden potenziellen Antennenstandorten aktiv werden zu können, wurden auf der Gemeinderatssitzung Ende August Eigenmittel in Höhe von 15000 Euro bereitgestellt. Ursprünglich war diese Summe für den Spielplatz an der Talsperre vorgesehen. Von diesem Projekt hat sich die Gemeinde Kriebstein jedoch verabschiedet.

Von André Pitz

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