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Döbeln Waldheimer Wehren gegen Fusion
Region Döbeln Waldheimer Wehren gegen Fusion
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Der Brandschutzbedarfsplan stellt der Waldheimer Feuerwehr schlechte Noten aus. Quelle: Dirk Knofe
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Waldheim

Bedingt einsatzbereit – zu diesem Fazit über die Waldheimer Feuerwehr kommt das Leipziger Ingenieurbüro Brandschutz-Consult. Diese Firma hatte die Stadt mit dem Brandschutzbedarfsplan beauftragt. Der stellt die tatsächliche Situation der geforderten gegenüber. Richard Gülde vom Ingenieurbüro stellte diese Ist-Soll-Analyse im Waldheimer Stadtrat vor.

„Aufgrund der Personaldefizite ist Feuerwehr nur eingeschränkt leistungsfähig“, heißt es in den wesentlichen Ergebnissen, die Richard Gülde den Stadträten aufzählte. Demnach sind vier von sieben Ortswehren wegen Personalmangels nicht einsatzbereit. Es fehlen 23 Stellen. Beim Fahrzeug- und Gerätebestand sieht der Plan die Notwendigkeit, zwei neue Löschfahrzeuge und einen Mannschaftstransportwagen zu beschaffen sowie in den Gerätehäusern Gebersbach und Massanei Abgasanlagen einzubauen. Die Stadt sollte für die Feuerwehr Waldheim eine Wärmebildkamera kaufen. Konkret bescheinigt die Studie den Feuerwehren Gebersbach-Knobelsdorf, Meinsberg, Richzenhain und Schönberg weder leistungsfähig noch tagsüber einsatzbereit zu sein. Gründe seien der Personalmangel. Um Abhilfe zu schaffen, riet Richard Gülde, Orstwehren zusammenzulegen und bei der Stadtverwaltung die Stelle eines hauptamtlichen Gerätewartes zu schaffen. Beim ersten Punkt, den auch Stadtrat Günther Weichhold (CDU) zunächst aufgriff, dann aber anders verstanden wissen wollte, gab es Kritik: „Wenn wir das machen, treten bei Feuerwehren, die zehn Kameraden haben, neun aus.“ Peter Schröder, der stellvertretender Wehrleiter schilderte sehr nachvollziehbar, das eine Fusion der Waldheimer Ortswehren nichts bringt. Sein Stellvertreter-Kollege René Krieger führte die Auswirkungen auf das kulturelle Leben in den ländlichen Ortsteilen vor Augen, wenn die Feuerwehr als Mitorganisator von Festen und Veranstaltungen wegbrechen würde. Mandy Thümer, als Ordnungsamtsleiterin für das Feuerwehrwesen zuständig, stellte den hohen Stellenwert der Gebersbacher Ortswehr heraus. „Von Waldheim ist der Weg zum Einsatz in Gebersbach und Knobelsdorf zu lang. Die Ortswehr ist unverzichtbar.“ Die Schaffung einer hauptamtlichen Feuerwehr-Stelle bei der Stadt griff Peter Schröder auf: „Hauptamt organisiert Ehrenamt“, sagte er und schilderte am Beispiel, des hauptamtlichen Gerätewartes, wie dieser den Kameraden bei der Wartung und Überprüfung der Technik viel Arbeit abnehmen könnte. Das Thema ist nicht erst mit der nun beschlossenen Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes aktuell. Bereits Altwehrleiter Falko Bartz forderte eine solche Stelle, der stellvertretende Kreisbrandmeister Wolfgang Störr wiederholte das auf der Jahreshauptversammlung der Waldheimer Feuerwehr und sprach als Beispiele Döbeln und Großweitzschen an, wo Feuerwehrleute fest bei der Verwaltung angestellt sind.

Die Waldheimer Stadträte beschlossen am Ende, den Brandschutzbedarfsplan fortzuschreiben. Er gibt der Stadt Hausaufgaben auf, das Feuerwehrwesen so zu organisieren, dass die Probleme behoben werden. Das beginnt bei der Rekrutierung von ausreichend Personal.

Von Dirk Wurzel

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