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Döbeln Waldheimer bringen schnelles Internet nach Geringswalde
Region Döbeln Waldheimer bringen schnelles Internet nach Geringswalde
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David Noelte (l.) und Andreas Bahnert beschleunigen das Internet. Quelle: Foto: Dirk Wurzel
Geringswalde/Waldheim

Zwei Waldheimer beschleunigen das Internet in Geringswalde. Ohne einen Cent Fördergeld. David Noelte von Misaxnet und Andreas Bahnert, der bei der mittelständischen Kabelfernseh-Firma „Telekommunikationstechnik Holtzsch“ aus Schweikershain arbeitet, kombinieren Richtfunk mit Koaxialkabel und nutzen ein bestehendes Netz, um das schnelle Internet mit Übertragungsraten von vorerst bis zu 100 Megabit pro Sekunde in die Haushalte zu bringen.

„Die Firma Holtzsch war auf uns zugekommen, suchte einen Partner, um das Netz in Geringswalde zukunftsfähig zu machen“, berichtet David Noelte, wie Misaxnet zum Kabelinternet in Harthas Nachbarstadt kam. Die großen Anbieter von Kabelfernsehen, wie Telecolumbus und Kabel Deutschland, haben auch schnelles Internet im Angebot. Im Wohngebiet Döbeln-Ost II können Mieter so aus der Fernsehdose schnelles Internet mit Übertragungsraten von über 300 Megabit pro Sekunde ziehen. Hängt der Router dagegen an der Telefonstrippe, kommen die Breitband-Kunden nur auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde, weil das mit dem Vectoring-DSL (Kupferleitungen auf Glasfaser) nicht schneller geht.

In etwa 14 Tagen können die Geringswalder Kunden der Firma Holtzsch das schnelle Internet haben. Dann ist der Umbau abgeschlossen.

Das Ursprungssignal kommt per Richtfunk vom Sendemasten in Hartha-Kreuz nach Geringswalde, wo die Firma Holtzsch in der Stadtmitte die Kopfstation für das Kabelfernsehen betreibt. Satellitenantennen empfangen das TV-Signal und die Technik in der Station schickt es auf die Reise zu den Haushalten. „Das Fernsehsignal geht nur in eine Richtung. Wir mussten die Technik in der Kopfstation jetzt so anpassen, dass die Signale in unserem Netz in beide Richtungen fließen können“, sagt Andreas Bahnert. Wie jeder weiß, geht es beim Internet um senden und empfangen, sonst funktioniert das nicht. Die Misaxnet hat nun allerlei elektronische Geräte in der Kopfstation des Kabelfernsehens aufgebaut, die das Internetsignal ins Kabelnetz übertragen. Die Kunden brauchen dann nur einen speziellen Router. Wie ein TV-Gerät hat so ein Router einen Antenneneingang.

David Noelte ist überzeugt, dass das Koaxialkabel noch eine ganze Zeit lang dafür taugen wird, schnelles Internet zu übertragen. „Wir bieten derzeit bis zu 100 Megabit pro Sekunde an, sind aber ausbaufähig“, sagt er. Beim Vectoring setzt der Leitungsquerschnitt der kupfernen Telefondrähte der Übertragungsrate Grenzen – durch die Koaxialkabel passen deutlich mehr, als 100 Megabit pro Sekunde. Aktuell können die Kunden DSL 25, DSL 50 und DSL 100 bekommen. Die Übertragungsraten im Upload betragen jeweils ein, zwei oder fünf Megabit pro Sekunde. Holtzsch und Misaxnet können bis zu 700 Haushalte im Geringswalder Stadtgebiet versorgen.

Von Dirk Wurzel

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