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Döbeln Waldheimer können Hotel
Region Döbeln Waldheimer können Hotel
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15:21 23.08.2016
Quelle: Olaf Büchel
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Kriebstein

Der Gemeinderat von Kriebstein hat mehrheitlich beschlossen, das „Hotel am Kriebsteinsee“ zum 1. September an Daniela Panuschka aus Waldheim zu verkaufen. Diese betreibt bereits das Waldheimer Hotel „Goldener Löwe“. Der Gutachterpreis für die große Anlage an der Talsperre Kriebstein beträgt 850 000 Euro. Von dieser Summe sollen noch die Kosten für anstehende Gebäudeabrisse abgezogen werden, die ebenfalls ein Gutachter festlegt.

Daniela Panuschka will das Kriebsteiner Hotel-Areal, das rund 70 000 Quadratmeter mit etlichen Objekten wie Saalgebäude, Plattenbau-Unterkünfte, Barackenbauten und Gaststätte umfasst, gemeinsam mit ihrem Partner Dirk Hanicke entwickeln. Das von beiden vorgelegte Konzept sieht zwei Stufen vor und soll einen weitgehend unterbrechungsfreien Weiterbetrieb der Anlage sichern. In der ersten Stufe wollen Panuschka und Hanicke die vorhandene Gebäudesubstanz nutzen. In der zweiten Stufe ist der Neubau eines Vier-Sterne-Wellness-Hotels geplant. Hochwertig ausgestattet, soll es Gesundheitstouristen sowie Entspannung und Fitness suchende Gäste anlocken und für den Ganzjahresbetrieb ausgelegt sein. In einem weiten Umkreis sind ähnliche Angebote im geplanten Segment nicht zu finden. Der Neubau eines Wellness-Hotels, der linksseitig des zum See führenden Weges in Terrassen-Form entstehen könnte, hängt noch von der baurechtlichen Genehmigung und von der Finanzierung durch externe Kapitalgeber ab.

„Ich freue mich sehr, dass der Gemeinderat die Verkaufsentscheidung zugunsten von Daniela Panuschka getroffen hat“, sagt die Kriebsteiner Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler). „Frau Panuschka und ihr Partner kommen aus der Region, sie kennen das Hotelareal und sein Potenzial schon lange und sie werden kein Schindluder damit treiben“, so Euchler.

Die Gemeinde Kriebstein hatte vor vier Jahren das „Hotel am Kriebsteinsee“ gekauft und selbst verpachtet, um Spekulationen vorzubeugen. Laut Bürgermeisterin Maria Euchler seien die Übernachtungszahlen nicht schlecht und die Pächter schrieben schwarze Zahlen. Dennoch sei die Anlage für die Gemeinde ein Zuschussgeschäft. Zudem habe sich auf Jahre hinaus keine Entwicklung des Areals, lediglich der Erhalt des gegenwärtigen Zustandes abgezeichnet. Die jetzigen Pächter, die aus Ehrenberg und Zwickau stammen, hatten den Vertrag im April dieses Jahres gekündigt. Sie kündigen auf der Internetseite die Schließung des See-Hotels für Ende August und die Übernahme des Rochlitzer Bowling-Restaurant Rainbow an. Dieser Umstand brachte eine zusätzliche Dynamik, die im jetzigen Verkaufsbeschluss mündete.

Nach Ausschreibung hatten am 8. Juli drei Angebote vorgelegen, mit denen sich eine Arbeitsgruppe der Gemeinde und ein Projektentwickler befassten. Außer den Waldheimer „Löwen“-Betreibern zeigten eine Firmengruppe aus Nobitz bei Altenburg und ein Immobilienmakler aus Burgstädt Interesse. Das Konzept der Zschopaustädter setzte sich durch, weil es laut Beschlussbegründung als besonders praxistauglich erscheint. „Eine hundertprozentige Garantie, dass alles wie beabsichtigt gelingt, hat keiner“, sagt die Bürgermeisterin.

Da es nach dem Gemeinderatsbeschluss vom Montagabend noch einige Zeit bis zur Unterzeichnung des Kaufvertrages dauern wird, ist ein zwischenzeitliches Pachten des Areals durch die Waldheimer Hoteliers Panuschka und Hanicke vorgesehen. „Wir versuchen einen relativ nahtlosen Übergang hinzubekommen. Das ist aber auf Grund der aktuellen Basis nicht so einfach“, erklärte Dirk Hanicke auf Nachfrage. Zunächst sei eine genaue Bestandsaufnahme erforderlich. Er und seine Partnerin wüssten aber, worauf sie sich einlassen. Der Kriebethaler Faschingsclub soll den Hotel-Saal weiter nutzen können. Hanicke: „Das ist sogar unser ausdrücklicher Wunsch.“ Im Beschluss heißt es, dass dem KFC eine „dauerhafte Nutzung zugesichert“ wird.

Von Olaf Büchel

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