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Döbeln Waldheimer sorgen sich um größten Arbeitgeber
Region Döbeln Waldheimer sorgen sich um größten Arbeitgeber
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18:31 15.04.2016
Florena heißt seit mehreren Jahren Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH. Die Tochtergesellschaft des Kosmetikkonzerns ist der größte Arbeitgeber der Stadt und wichtiger Gewerbesteuerzahler. Quelle: dpa
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Waldheim/Hamburg

Als einen „ganz schönen Brocken“ bezeichnet Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) die neuesten Nachrichten über die Beiersdorf Manufacturing GmbH Waldheim. Dem Tochterunternehmen des Kosmetik-Konzerns soll es wirtschaftlich gerade nicht so gut gehen. Der Bürgermeister hat aber Signale aus dem Waldheimer Betrieb erhalten, dass dieser alles daran setzt, die Arbeitsplätze und den Produktionsstandort zu bewahren. „Es ist wichtig, dass die 300 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Wir stehen natürlich in Kontakt zu dem Unternehmen und sind jederzeit bereit, als Stadtverwaltung unterstützend zu wirken“, sagt Steffen Ernst auf Nachfrage der DAZ. Wie das praktisch aussehen könnte, kann er noch nicht sagen.

Der Name „Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH“ hat sich im Sprachgebrauch noch nicht durchgesetzt. Der Betrieb am Eichberg heißt einfach nur „Florena“. Er ist ein wichtiger Gewerbesteuerzahler. Wieviel Einnahmen Florena jährlich in die Stadtkasse spült, unterliegt jedoch dem Steuergeheimnis. Aber: „Das betrifft uns natürlich“, sagt Bürgermeister Ernst über die möglichen finanziellen Auswirkungen einer Krise beziehungsweise einer neuer Betriebsstruktur. Die Gewerbesteuereinnahmen könnten sinken. Aus der Beiersdorf-Konzernzentrale in Hamburg gibt es derzeit keine detaillierten Informationen zur Lage bei der Waldheimer Tochtergesellschaft. „Es geht um einige Anpassungen, die mit der Arbeitnehmervertretung zusammen besprochen und entschieden werden“, sagt eine Sprecherin der Konzernleitung auf Nachfrage der DAZ. Alle Beteiligten würden alles tun und seien zuversichtlich, dass sich gemeinsam und zügig auf Maßnahmen verständigt werde, um den Standort Beiersdorf Manufacturing Waldheim wieder zu stärken, heißt es aus Hamburg. Der Konzern steigerte 2015 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 430 Millionen Euro auf 6,7 Milliarden Euro.

1990 übernahmen drei leitete Mitarbeiter des ehemaligen VEB Florena den Waldheimer Betrieb und entwickelten Florena zur führenden Kosmetikmarke im Osten. 2002 verkauften sie ihre Anteile an den Beiersdorf-Konzern, der Florena-Waldheim zur Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH um- und aus ausbaute.

Von Dirk Wurzel

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