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Wann kommt endlich das schnelle Internet nach Ostrau?

Bedarfsanalyse Wann kommt endlich das schnelle Internet nach Ostrau?

Seit langem ist schnelles Internet ein Thema in der Gemeinde Ostrau: neben „schwarzen Löchern“ gibt es aber auch gut ausgebaute Gebiete. Vor allem Firmen und Gewerbetreibende beklagen unzureichende Datenmengen und Geschwindigkeiten. Eine Analyse sollte den genauen Bedarf ermitteln. Doch die Befragung verlief nicht mit dem erhofften Erfolg.

Verteilerpunkt mit zahlreichen Glasfaserkabeln, die unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammenlaufen. Auch abgelegene Regionen sollen bis spätestens 2018 schnelles Internet haben.

Quelle: dpa

Ostrau/Jahna.. Wann kommt denn nun eigentlich das schnelle Internet nach Ostrau? Diese Frage dürften sich zahlreiche Einwohner der Gemeinde fragen und nicht nur die: Vor allem Firmen sind heute aufgrund hoher Datenmengen auf „dicke“ Leitungen angewiesen. Zur jüngsten Ostrauer Gemeinderatssitzung kam das Thema noch einmal auf. „Im Vorfeld ist eine Bedarfsabfrage und Bestandsanalyse erfolgt, aber zum Teil nicht mit dem Erfolg, den wir uns erhofft hatten“, betonte Dirk Schilling (CDU). Ostraus Bürgermeister weiter: „Es ist ein Thema, das viele interessiert. Einige Gebiete sind gut versorgt, beispielsweise durch eine Eigenantennen der Telekom sieht es in Obersteina und Kiebitz sowie Töllschütz, das über Mügeln versorgt wird, recht gut aus. Andere sind einfach schlecht dran.“ Es gelte quasi die Regel, je weiter man vom Hauptverteiler weg wohnt, desto stärker verringern sich Datenvolumen und Sendegeschwindigkeit. Dem Ortsteil Jahna gehe es beispielsweise so. regelrechte „schwarze Löcher“ seien dagegen Birmenitz, Schlagwitz, Rittmitz, Schrebitz, Sömnitz und Zschochau. Laut Gemeindechef sei dort überall Bedarf angemeldet worden und soll der Ausbau vorangetrieben werden.

Ziel sei es Ortsteile mit mindestens drei Gewerbetreibenden mit 50MBit pro Sekunde auszustatten. Die Analyse bestätigt den Verdacht, die Versorgung ist absolut unzureichend. Der Umfrage-Rücklauf sei extrem gering, heißt es von der ausführenden Stelle. “Man muss allerdings beachten, wie ist die Abfrage erfolgt. Manch eine Firma, wie Agricon in Jahna, ist gar nicht befragt worden“, schimpft Schilling. Man habe eine Datenbank mit 65 Firmen genutzt, aus dieser aber nur vier Rückmeldung erhalten. „Das ist doch unklar!“ Man wolle dies nachjustieren und bedürftige Firmen unbedingt nachmelden, so Ostraus Bürgermeister: „Wir finden mit Sicherheit in jedem Ortsteil drei Firmen. Es wird noch einmal ein Rundschreiben geben, damit eine Massenmail nicht untergeht.“ Die vom Landratsamt beauftragte Firma TKI solle E-Mails verschickt haben, die meist unbeantwortet blieben, vermutlich auch, weil sie überlesen wurden oder im Spam-Ordner landeten. Schillings dringende Bitte geht an die Firmen, diese neuerliche Abfrage dringend zu unterstützen. Ein Rundbrief an 90 ortsansässige Firmen sei verfasst worden. Vorsorglich hat die Kommune einen hohen Betrag in den Haushalt eingestellt.

Die Gesamtkosten des Vorhabens Versorgungslücken zu schließen, belaufen sich auf rund 21 Millionen Euro. 75 Prozent decken Bundes- und Landesförderung. Ein Rest von 25 Prozent verbleibt bei der Gemeinde. „Vermutlich ist der Anteil höher. Wir müssen abwarten, was wirklich auf die Kommune zukommt. Auch bleiben der Zeitraum und die Realisierung unklar, allerdings sollten sie schnellstmöglich erfolgen“, so Schilling abschließend.

Von Natasha G. Allner

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