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Döbeln Wehrleiter sieht Ausbildung durch Freistaat kritisch
Region Döbeln Wehrleiter sieht Ausbildung durch Freistaat kritisch
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12:46 18.01.2016
Waldheimer Kameraden im Löscheinsatz. Quelle: Sven Bartsch
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Waldheim

Ihrem Namen „Feuerwehr“ wurde die Truppe um Wehrleiter Falko Bartz im vergangenen Jahr nur bedingt gerecht. Zumindest, was die Einsätze im Waldheimer Gemeindegebiet betrifft. Denn zum Löscheinsatz rückten die Kameraden nur ein einziges von insgesamt 58 Mal aus.

1000 Einsatzstunden – nur ein Brand

„Wir hatten etwa 1000 Einsatzstunden und haben überwiegend technische Hilfe geleistet. Gebrannt hat es in unserem Gebiet nur einmal. Das war eine Gartenlaube an der Alten Hufe“, sagt der Wehrleiter. Im Löscheinsatz waren die Waldheimer Feuerwehrleute dagegen auswärts und dann gleich bei ziemlich heftigen Bränden. Zum Beispiel bei dem gelegten Feuer in der Geringswalder Stuhlfabrik im Februar 2015 und dann, als im September 2015 in Leisnig das große Wohngebäude an der Colditzer Straße in Flammen stand. Im eigenen Beritt tauchten die Kameraden dann auch mal ins gegensätzliche Element des Feuers ab, nämlich als sie im Oktober 2015 eine Ölsperre auf der Zschopau errichteten, weil in einer Kriebethaler Papierfabrik eine ölhaltige Flüssigkeit ausgetreten war – ein recht ungewöhnlicher und einzigartiger Einsatz war das. Die vielen anderen Male, in denen die Einsatzkräfte zur technischen Hilfeleistung ausrückten, ging es laut Falko Bartz hauptsächlich um Sturmschäden.

„Was funktioniert, wird nicht kaputt geredet“

An der Struktur der Feuerwehr Waldheim will Falko Bartz nichts ändern. „Was besteht und funktioniert wird nicht kaputt geredet“, sagt er mit Blick auf die Feuerwehren in den Ortsteilen. Besonders freut sich der Wehrleiter über die Reinsdorfer Kameraden, die viele junge Leute in ihren Reihen aufnehmen konnten. Und auch die gelungene Integration der Ortsfeuerwehr Gebersbach sieht Falko Bartz positiv.

Derzeit dienen im Waldheimer Gemeindegebiet 110 Kameraden ehrenamtlich in der freiwilligen Feuerwehr, der Altersdurchschnitt liegt bei Mitte 30. Für Falko Bartz ist vorerst kein Grund zur Beunruhigung. Allerdings stört ihn, dass nur wenig junge und motivierte Mitstreiter die Landesfeuerwehrschule in Nardt besuchen dürfen, um den Gruppenführer-Lehrgang zu absolvieren. Dabei hätte Falko Bartz gerne mehr Gruppenführer in seiner Truppe. Denn die meisten Feuerwehrleute gehen arbeiten und sind nicht bei allen Einsätzen verfügbar. Darum wäre aus es aus Sicht des Wehrleiters vorteilhaft, mehr Gruppenführer zu haben.

Mit Oldtimern auf Blaulichtfahrt

Im Fahrzeugbestand der Waldheimer Wehr gibt es zwei Laster, die fast schon als Oldtimer durchgehen: Die Richzenhainer Ortswehr hat Löschfahrzeug auf Basis eines Langhauber-Mercedes-Lkw, Baujahr 1992 und die Kameraden in Gebersbach sitzen bei der Blaulichtfahrt zusammen mit dem Gerät auf der Pritsche eines Robur-LO. In punkto Sicherheit eigentlich ein Unding, findet der Wehrleiter.

Von Dirk Wurzel

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