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Weihnachtsbaum in Roßwein steht schief

Adventszeit Weihnachtsbaum in Roßwein steht schief

Der Roßweiner Weihnachtsbaum neigt sich bedrohlich zur Seite. Zumindest wenn man die etwa 16 Meter hohe Fichte von der unteren Marktseite aus betrachtet. „Der Baum bleibt so, wie er ist“, kündigt trotzdem die Roßweiner Bauhofchefin Monika Weigel an. Die Fichte steht nach ihrer Aussage absolut sicher. Ein Geraderücken würde einen zu hohen Aufwand bedeuten.

Der Blick aus Richtung Westen verrät nicht, dass der Baum nicht gerade steht.

Quelle: Sven Bartsch

Rosswein. Pisa hat den schiefen Turm, Roßwein hat den schiefen Weihnachtsbaum. Zumindest in diesem Jahr. Wer aus Richtung Süden, also von der unteren Marktseite aus auf die Fichte schaut – die durch Schneekrümel jetzt sogar wie bezuckert aussieht – der erkennt es ganz deutlich: der Nadelbaum neigt sich bedrohlich zur Seite, das heißt gen Osten. Von der Westseite des Marktplatzes fällt die Schieflage hingegen fast gar nicht auf.

Gerade gerückt wird der Baum bis zum Roßweiner Weihnachtsmarkt, zu dem die Stadt am kommenden Wochenende einlädt, allerdings nicht. „Der Baum bleibt, wie er ist“, versichert Roßweins Bauhofchefin Monika Weigel mit Nachdruck und lässt so keinen Zweifel daran aufkommen, dass dieses Jahr mit einer schiefen Fichte gefeiert wird. „Wer genau hin sieht, der erkennt, dass der Baum bereits schief gewachsen war. Der Sturm in der vergangenen Woche hat die Schräglage noch ein kleines bisschen vergrößert, aber nur minimal“, sagt Weigel, die in dieser Situation viel Humor beweist: „Wenn die Weihnachtsmarktbesucher ein paar Glühwein getrunken haben, dann wird der Baum schon wieder gerade.“ Das Gleiche funktioniere auch mit einigen Schnäpschen. Wobei sich Weigel selbst da ausnimmt: „Ich trinke keinen Schnaps.“ Für sie würde dann eher ein anderes spaßiges Argument zutreffen: „Unser Marktplatz ist doch auch schräg, das müsste sich dann wieder ausgleichen.“

Doch Weigel kann auch ernst sein – nämlich wenn sie auf das Wichtigste bei dieser schrägen Angelegenheit hinweist: der rund 16 Meter hohe Baum stehe fest verrammt in der dafür vorgesehenen Öffnung des Marktplatzes. Die Bauhofchefin: „Es besteht absolut keine Gefahr, dass der Baum umfällt.“ Diesmal hätten die Bauhofmitarbeiter den Stamm auch nicht „anspitzen“ müssen, wie in vorangegangenen Jahren, weil er auch so gut ins Loch gepasst habe. Das trage zusätzlich zur Stabilität bei.

Die Bedenken einiger Roßweiner, die Fichte könne doch noch umkippen, kommen nicht von ungefähr. Der Roßweiner Weihnachtsbaum von 2013 war bei einem Sturm sogar abgebrochen. Und auch der Döbelner Baum hatte nach stürmischen Zeiten schon deutliche Schieflage. Dabei fällt auf, dass seit einigen Jahren die Region etwa zur gleichen Zeit, also zwischen Mitte und Ende November, von sehr heftigen Stürmen heimgesucht wird, die auch über schiefe Weihnachtsbäume hinaus schon viel Schaden angerichtet haben.

Während das Roßweiner Exemplar 2015, das übrigens vom Grundstück der Familie Thiele an der Karl-Marx-Straße stammt, bereits in der vergangenen Woche gefällt, zum Markt transportiert und dort aufgestellt wurde, können die Döbelner ihren Baum erst am Dienstag früh gegen 9 Uhr erwarten. Auch in Waldheim stellen die Bauhofmitarbeiter den Baum am Dienstag auf, nachdem sie ihn gegen 13 Uhr an der Pestalozzistraße gefällt haben.

Die Idee von Weigel mit dem „Geradetrinken“ können alle Roßweiner und Gäste übrigens schon am Freitag umsetzen. Denn die Eröffnung des 24. Weihnachtsmarktes erfolgt an diesem Tag um 18 Uhr: mit einer Glühweinverkostung.

 

Von Olaf Büchel

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