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Weihnachtsmarkt in Hartha: Gedränge wie auf dem Striezelmarkt

Menschentrauben Weihnachtsmarkt in Hartha: Gedränge wie auf dem Striezelmarkt

Es stimmt schon, der Harthaer Weihnachtsmarkt ist einer der Schönsten in der Region: Vor allem gegen Abend, wenn die Büdchen und alle Dekorationen in vollem Licht stehen. Wunderbar zu beobachten war das Ganze für Besucher vom Kirchturm aus, den man besteigen durfte.

Massen über Massen – der Besucher kam sich zeitweilig vor, wie auf dem Dresdner Striezelmarkt.
 

Quelle: Gerhard Dörner

Hartha.  Es stimmt schon, der Harthaer Weihnachtsmarkt ist einer der Schönsten in der Region: Vor allem gegen Abend, wenn die Büdchen und alle Dekorationen in vollem Licht stehen. Wunderbar zu beobachten war das Ganze für Besucher von einer der Turmbesteigungen aus, welche am Wochenende in der Stadtkirche möglich waren. Das Wetter spielte den Organisatoren, Vereinen und Institutionen in die Hände. Und, der Christmarkt ist auch ein ganz Familiärer. Am Sonnabendabend traf sich offenbar ganz Hartha und seine Gäste auf dem Platz - rund um den Froschbrunnen war kaum ein Durchkommen. Kerstin und André aus Colditz nutzen das Weihnachtsmarktwochenende seit Jahren um ehemalige Arbeitskollegen, mittlerweile Freunde, zu treffen: „Wir planen das immer fest ein. Das hat zum Jahresende einfach Tradition, man lässt das Jahr Revue passieren und tauscht die neuesten Neuigkeiten aus.“ Beim gemütlichen Zusammensein werde so mancher Glühwein probiert und natürlich die Pläne für kommendes Jahr erörtert. Die Colditzer und ihre Truppe waren nicht die einzigen Besucher mit dem Spaß-Faktor. Menschentrauben, Stimmengewirr und über allem lag ein Duft weihnachtlicher Leckereien.

Den „besten und echtesten Genussglühwein“ gab es wie in den vergangenen Jahren auch am Stand des Feuerwehrvereins Hartha. Das Team bot am Markt, traditionell an der Ecke Rathausstraße, den berüchtigten und stark nachgefragten Bratapfel-Sanddorn-Glühwein an. Zudem war die Feldküche aufgefahren: Hier schöpfte man den schmackhaften Lumumba. Zum leckeren Gegrillten gehörte hier auch Currywurst dazu.

Zahlreiche andere Vereine präsentierten sich an liebevoll ausgestalteten Ständen, gern war man zu einem kleinen Plausch über Vereinsarbeit und Vorhaben im kommenden Jahr bereit. So auch der Verein Jugend aktiv Harthe. Im Mini-Festzelt wurde schon am Freitagabend nach der offiziellen Eröffnung durch Bürgermeister Roland Kunze zur zünftigen AprésSki-Party eingeladen. Bei Eierlikör, der sehr viel Lob einfuhr, und unter Heizstrahlern wurde es schnell warm ums Herz. Die Vereinsmitglieder um Vorsitzenden Ronny Walter hatten zahlreiche Extras zur Weihnachtszeit und für das leibliche Wohl gesorgt. Kleine wie große Weihnachtsmarktbesucher versuchten ihr Glück bei einer Weihnachtstombola. Mit einem großen Aufsteller warben die Jugendlichen für das Projekt „Spenden sie ein Stück Zukunft“ für die Sanierung eines Restteils der Pesta-Schulmauer. Jede Finanzspritze zählt, allerdings finden Spender ab 20 Euro eine namentliche Erwähnung. Auf der Tafel werden schließlich 17.000 Namen Platz haben. Das Vorhaben wurde zudem mit dem Verkauf niedlicher Kuschel-Eisbären unterstützt.

Zum Bühnenprogramm gehörten neben dem Auftritt des Weihnachtsmannes auch Showeinlagen der Tanzperlen des Zschopautales. Ihr Können stellte ebenfalls das Blasorchester der Musikschule Döbeln unter Beweis. Einen besonders gelungenen Höhepunkt lieferten allerdings die Harthaer Laienspieler bereits am Freitagabend ab: das Märchen vom Waldhaus lockte zahlreiches Publikum an. Dieses wurde nicht enttäuscht, denn die Darsteller trafen mit ihrer sehr freien Interpretation den Nerv der begeisterten Zuschauer. Die Truppe hatte es verstanden, ein Thema der Zeit märchenhaft zu verpacken. So finden sich vier Rentner zusammen, um gemeinsam am Waldrand zu wohnen. In den verschiedenen Persönlichkeiten steckt allerdings allerhand Zündstoff in Sachen Kultur, Essen und Weltanschauung. So dass auch deren asiatische Pflegerin nicht ungeprüft bleibt. Kleine erotische Sticheleien gaben dem Ganzen noch zusätzlich Würze. Der Harthaer Weihnachtsmarkt war einmal mehr rundum gelungen.

Von Natasha G. Allner

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