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Welwel-Chef Thorsten Hartwig. National sind wir die Gejagten

Welwel-Chef Thorsten Hartwig. National sind wir die Gejagten

Ein überaus erfolgreiches Jahr 2011 haben die Mitglieder des Döbelner Welwel Sport- und Tanzvereins zu verbuchen. Zirka 40 neue Mitglieder in einer neuen Tanz-Abteilung (DAZ berichtete), ein Deutscher Meistertitel, die Rock'n'Roll-Weltmeisterschaft im eigenen Haus, Platz fünf für die "Smileys" bei den Mädchen-Formationen.

Döbeln.

 

Im Interview mit der DAZ spricht Vereinschef Thorsten Hartwig über Chancen und Risiken für den Verein im neuen Jahr.

Frage: Die Rock'n'Roller haben im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Meistertitel und Platz fünf international alles erreicht, was es für sie zu erreichen gab. Was kann jetzt noch kommen?

Thorsten Hartwig: Es ist in der Tat schwierig, das Erreichte zu toppen. Für uns wird es jetzt darum gehen, Kontinuität zu entwickeln.

Das bedeutet?

Im Prinzip ist es doch so: Alles, was wir bis dato im Rock'n'Roll erreicht und entwickelt haben, ist ursprünglich der Tatsache zu verdanken, dass vor zehn Jahren eine Trainerin zu uns gekommen ist, die Ahnung von der Materie hat und deren Anspruch ein leistungssportlicher ist. Ohne Judit Schmidhoffer gäbe es den Rock'n'Roll in dieser Qualität hier nicht. Trotzdem ist unser Sport sowohl inhaltlich als auch was die Zuschauerzahlen betrifft immer noch eine Randsportart. Und wir stehen nun nach den großen Erfolgen 2011 vor der Frage, wie wir das Niveau halten können.

Und wie können Sie das?

Die "Smileys" können in diesem Jahr noch einmal so zusammen tanzen, wie sie das letzte bestritten haben. Es wird sich zeigen, ob der Cocktail aus Leistungsbereitschaft, Leistungsvermögen und Rahmenbedingungen genauso perfekt gemixt ist wie 2011. 2012 muss nicht zwangsläufig so gut laufen wie 2011. Es ist an den Trainerinnen, den Kontinuitätsgedanken in die Köpfe der Mädchen zu bringen, ihnen klar zu machen, dass es nicht nur Siege gibt, sondern auch Niederlagen und dass nur mit weiterhin harter Arbeit das Niveau gehalten werden kann. Es geht nur ganz oder gar nicht. Wir haben nicht nur eine gewisse Erwartungshaltung in unserem Umfeld geweckt, sondern haben auch ganz konkret etwas zu verteidigen. National sind wir jetzt die Gejagten.

Der Deutsche Meistertitel ist wieder das Ziel?

Natürlich. Und wenn alles nach Plan läuft, tanzen wir am 13. Oktober nicht nur bei der Deutschen Meisterschaft, sondern auch am 17. November in Polen wieder bei der Weltmeisterschaft mit.

Was passiert Ende 2012 mit den "Smileys"?

Dann scheiden drei Mädchen altersbedingt aus der Formation aus.

Das klingt nach Generationswechsel.

So ungefähr. Und diesen gilt es, schon in diesem Jahr vorzubereiten.

Die Formation "Ladies" ist auseinandergebrochen, als einige junge Frauen die Gruppe verließen. Wie soll das bei den "Smileys" verhindert werden?

Indem wir die entstehenden Lücken füllen. Wir müssen einerseits Nachwuchs finden, um unsere jüngste Gruppe, die "X-Smileys", aufzustocken. Denn aus denen werden Mädchen in die Formation "Smileys" aufrücken. Andererseits müssen wir zusehen, dass wir unserer älteren Formation "M-Moments" vielleicht sogar die Perspektive eröffnen, in den Wettkampfbetrieb einzusteigen. Denn in diese Gruppe rutschen die Mädchen, die altersbedingt aus den "Smileys" raus müssen. Das umzusetzen, steht und fällt mit den Trainern.

Die fallen auch nicht vom Himmel, gerade im Rock'n'Roll...

Richtig, mit einfacher Betreuung ist es bei uns nicht getan. Deshalb sind wir unendlich froh, mit Susan Hoba und Christine Rippin zwei ehemalige "Ladies" zu haben, die damals den Willen und das Interesse gezeigt haben, mit Kindern zu arbeiten und Trainingszeiten zu übernehmen.

Dennoch bleibt die sportliche Verantwortung bei Judit Schmidhoffer?

Ja, sie ist rein sportlich gesehen der Träger des Ganzen. Jetzt wird sie Mutter, das wird sicher ein paar Dinge ändern. Nicht zuletzt deshalb müssen wir sehen, dass wir den Verein auf so feste Füße stellen, dass wir nicht in der Versenkung verschwinden. Das ist ein Kampf, der in unserer Sportart immer währt.

Für 2012 ist keine Meisterschaft im eigenen Haus geplant. Wie sieht es mit 2013 aus?

Da sind wir uns noch nicht sicher. Wenn überhaupt, dann nur, wenn wir eine eigene Formation am Start haben. Abgesehen davon ist die Resonanz hier vor Ort nach wie vor nicht zufriedenstellend genug, um einen solchen Aufwand, den die Organisation und Ausrichtung einer solchen Veranstaltung erfordert, zu rechtfertigen.

Interview: Manuela Engelmann

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