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Welwel-Team hofft auf die Hitze

Gebersbacher Bad Welwel-Team hofft auf die Hitze

Lutz Iwan und sein Geschäftspartner Thorsten Hartwig vom Sport- und Freizeitzentrum WelWel in Döbeln beobachten einen sehr schleppenden Saisonstart im Gebersbacher Familienbad. „Der Asphalt muss erst fließen, dann kommen die Besucher“, sagt Lutz Iwan und schmunzelt.

Lutz Iwan (r.) und Thorsten Hartwig hoffen auf die Hitzewelle und ein volles Bad in Gebersbach.

Quelle: Sven Bartsch

Gebersbach. Es ist Nachmittag im Bad Gebersbach. Warm, sonnig, gutes Freibadwetter. Doch bis auf zwei mutige Jungs auf der Rutsche und eine fleißige Schwimmerin mit Badekappe ist das Becken ziemlich leer. „Eigentlich ist das enttäuschend, dass bei dem Wetter zum Freitag doch wieder so wenig los ist“, sagt Lutz Iwan. Er und sein Geschäftspartner Thorsten Hartwig vom Sport- und Freizeitzentrum WelWel in Döbeln beobachten einen sehr schleppenden Saisonstart. „Der Asphalt muss erst fließen, dann kommen die Besucher“, sagt Lutz Iwan und schmunzelt.

Zum Schmunzeln allerdings waren die Besucherzahlen des vergangenen Jahres für die privaten Betreiber nun wirklich nicht. „Wir haben gerade so die 10 000er-Marke geknackt. Es war ein äußerst schlechtes Jahr“, sagt Thorsten Hartwig. Seit neun Jahren betreiben sie die Einrichtung, den Vertrag mit der Stadt Waldheim haben sie Ende 2016 um drei weitere Jahre verlängert. Das Bad rechnet sich für sie kaum – trotzdem gibt es Gründe, warum das Duo bleibt.

„Wir haben anfangs auf Synergieeffekte gehofft. Es gab damals in der Fitnessbranche ein gewisses Sommerloch und wir hatten geplant, unser festes Personal dann teilweise hier im Bad einzusetzen. Zudem wollten wir uns gern außerhalb unserer Anlage in Döbeln präsentieren. Das Sommerloch aber gibt es bei uns kaum mehr“, erzählt Hartwig. Die Synergieeffekte sind es daher nicht mehr, die Hartwig und Iwan an dem Bad festhalten lassen. „Wir sind inzwischen doch ein wenig verwachsen mit dem Bad und wir wissen auch: Einen anderen Betreiber zu finden, wäre für die Stadt Waldheim kein einfaches Unterfangen.“

Ohne den jährlichen Zuschuss der Stadt aber könnten die beiden das Projekt nicht stemmen. Die Kommune spart sich die Personalkosten – für den privaten Betreiber minimiert sich das Risiko. „Geld lässt sich allerdings nicht wirklich verdienen. Allein die Stromkosten betragen im Monat 4000 Euro. Nur dafür bräuchten wir 1500 Gäste. Aus dem Badbetrieb gehen wir mit einem Minus raus – durch das Catering kommen wir aus den schwarzen Zahlen minimal raus“, rechnet Hartwig vor.

Eine Preisanhebung um 50 Cent für die Tageskarte war daher in dieser Saison unumgänglich. 3 Euro zahlen nun Erwachsene, Kinder 2. Die Jahreskarte kostet statt 60 nun 70 Euro. Abends ist jetzt regulär 19 statt 20 Uhr Schluss. „Wir als Privatunternehmen müssen kostendeckend arbeiten. Diese Preise sind trotzdem noch sehr human. In ähnlichen Anlagen in Österreich sind Eintrittspreise über 10 Euro keine Seltenheit“, sagt Hartwig. An schönen Tagen, wenn genug Gäste da sind, gibt es weiterhin eine Option bis 20 Uhr.

Probiert haben sie in den vergangenen Jahren einiges, um mehr Besucher anzulocken – von Wassergymnastik über Badfeste bis hin zum Nachtschwimmen unter Flutlicht. Der Erfolg blieb überschaubar. „Kein Bad rechnet sich wirklich. Es ist eher eine politische Entscheidung, ob eine Gemeinde ihren Einwohner etwas bieten möchte. Die Gebersbacher lieben ihr Bad, es ist für sie wie eine „Puppenstube“, so Hartwig. Zwei Wünsche aber haben er und sein Geschäftspartner: „Es wäre schön, wenn der Radweg von Waldheim zum Bad endlich durchgängig wäre. Ich kann alle Eltern verstehen, die bei diesem Verkehr ihre Kinder nicht allein mit dem Rad an der Landstraße entlang zum Baden schicken“, sagt Lutz Iwan. Und der zweite Wunsch? „Mehr schönes Wetter.“

Von Skadi Hofmann

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