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Döbeln Weniger Geld als erwartet für neue Krippenplätze in Döbeln
Region Döbeln Weniger Geld als erwartet für neue Krippenplätze in Döbeln
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21:59 29.01.2013

Im Dezember-Stadtrat hatten Planer die beiden Möglichkeiten des Krippenbaus vorgestellt. Zum einen den Neubau einer Krippe aus vorgefertigten Modulen auf dem großzügigen Gelände der Grundschule-Ost oder den Einbau der Krippe in das halb leerstehende Schulgebäude, das ohnehin Investitionen vertragen könnte. Mit ganz knapper Mehrheit entschied der Stadtrat für die teure Variante, die Krippe in das Schulgebäude zu integrieren. Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) war mit der knappen Entscheidung vom Dezember alles andere als glücklich, verdirbt doch der Einbau der Krippe in die Schule alle denkbaren Strategien der Schulnetzplanung für die nächsten 15 Jahre. Ob die Krippe aber tatsächlich so in das Schulgebäude kommt, entscheidet sich am Donnerstagabend im Stadtrat. Zunächst steht der Beschluss des Haushaltplanes 2013 auf der Tagesordnung. Möglicherweise könnte der Plan des festen Krippeneinbaus da schon wanken, denn ein zusätzlicher 130 000 Euro tiefer Griff in die Rücklage ist im Haushaltplan enthalten. Scheitert der Haushaltsbeschluss an dieser Stelle, käme die Modul-Lösung möglicherweise erneut auf den Tisch. Die Verwaltung hat aber genauso vorgesorgt. Beschließt der Rat die Mehrausgaben mit dem Haushalt, wird der Krippenbau im Grundschulgebäude festgezurrt. Denn auf der Tagesordnung steht dann der Beschluss, das Unternehmen Ipro Riesa mit der kompletten Planung zu beauftragen.

Ganz allein müsste die Stadt die Mehrkosten wahrscheinlich nicht stemmen. Der Kreis will weiteres Fördergeld ranschaffen. "Sollten die Anträge bewilligt werden, werden auch die Ausgabenerhöhungen der Maßnahme der Stadt Döbeln berücksichtigt", sagt Landratsamts-Sprecher Kaiser.

Im Schulgebäude in Döbeln-Ost waren früher eine Grund- und eine Mittelschule untergebracht. Nach Schließung der Mittelschule blieben die Grundschule (Klassen 1 bis 4) und der Hort im Gebäude. Es gibt Investitionsbedarf. Dieser hängt aber von der weiteren Schulnetzplanung im Kreis ab.

Das Gebäude der Grundschule Döbeln-Ost ist Teil einiger Strategiespiele. Kämen etwa durch die Gemeindegebietsreform weitere Ortsteile nach Döbeln, würden möglicherweise auch die hier an zentraler Stelle vorhandenen Grundschulplätze gebraucht.

Offen ist in der Schulnetzplanung auch die Zukunft der Förderschule. Während es für das Gebäude der Schlossbergschule andere Nutzungsmöglichkeiten gäbe, wäre die Unterbringung der Förderschule in Döbeln-Ost auch in Verbindung mit der Grundschule als Schulzentrum-Ost denkbar. Eine Krippe im Schulgebäude würde diese Überlegungen für die nächsten 15 Jahre durchkreuzen.

Dirk Wurzel/Thomas Sparrer

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