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Döbeln Weniger Parkplätze – Anwohner protestieren
Region Döbeln Weniger Parkplätze – Anwohner protestieren
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16:04 31.08.2018
Die Stadt hat die Anzahl der Parkflächen in der Südstraße reduziert. Den Anwohnern vor allem im vorderen Bereich gefällt das nicht. Quelle: Foto: M. Engelmann-Bunk
Rosswein

Dass Parkplätze insbesondere dann ein heißes Eisen sind, wenn es sie nicht gibt, zeigte sich am Donnerstagabend im ersten Technischen Ausschuss nach der Sommerpause. Den nutzten nämlich gleich vier Anwohner der Roßweiner Südstraße, um dem Bürgermeister vor versammelter Mannschaft ihren Unmut kundzutun darüber, dass sie plötzlich auf insgesamt sechs Parkplätze verzichten müssen.

Kreuzungsbereich zugeparkt

Ingelore Rost war die erste, die das Wort ergriff und die Situation schilderte, die nicht nur ihr schwer im Magen liegt, sondern auch anderen Anwohnern insbesondere der Südstraße 1. Früher sei es möglich gewesen, bis zur Bürgersteigabsenkung im Kreuzungsbereich Südstraße/Etzdorfer Straße parken zu können. Die Parkflächen seien wichtig, weil nicht nur Anwohner der Südstraße, sondern auch von der Etzdorfer Straße hier ihre Fahrzeuge abstellen würden. Und zwar immer mehr. Seit ein paar Wochen aber zieren beidseitig insgesamt 17 Meter Zickzack-Linie den Asphalt, was so viel bedeutet wie: Hier darf nicht mehr geparkt werden. Insgesamt sechs Parkmöglichkeiten fielen damit weg – die Frage sei, warum das denn nötig ist? Zumal beispielsweise in der Weststraße wesentlich mehr Verkehrsaufkommen bestehe und dort nur einseitig Parkverbot herrsche?

Bereits vor dem Technischen Ausschuss hatten sich die Anwohner schriftlich an die Stadt gewandt und auch Antwort erhalten. Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) nahm im Ausschuss noch einmal Stellung. Zunächst die Begründung für die Sperrlinien: Es habe Beschwerden gegeben, dass die von der Etzdorfer Straße kommenden Versorgungsfahrzeuge aufgrund des beidseitig beparkten Kreuzungsbereich es nicht um die Kurve schaffen. Die Stadt hat das geprüft und sich für das Parkverbot an dieser Stelle entschieden. Grundsätzlich sei die Stadt auch nicht zuständig dafür, ausreichend Parkflächen für die Anwohner zu schaffen, das sei Sache der Hauseigentümer. Und: „Muss ich denn mein Auto direkt vor der Haustür parken oder kann ich auch ein paar Meter laufen?“, fragte der Bürgermeister in die Runde. Es gäbe auf der eher ruhigen Südstraße insgesamt sehr wohl ausreichend Parkmöglichkeiten.

Sperrlinie eventuell verkürzen

Darum ginge es gar nicht vordergründig, so Ingelore Rost, die auch anmerkte, dass immer mehr Lkw durch die Straße führen, obwohl es ein entsprechendes Verbotsschild gibt. Dennoch sei es ungünstig, dass man keine Chance habe, vor der Haustür zu parken, wenn man beispielsweise voll bepackt ist. Ihr Mann warf ein, dass seiner Beobachtung nach die Müllfahrzeuge beispielsweise gar nicht aus Richtung Etzdorfer Straße kommen, sondern von der anderen Seite. Noch drastischer empfindet Schwager Werner Rost das Problem. „Ich habe eine behinderte Frau, die auf den Rollstuhl angewiesen ist und darf jetzt nicht mehr vor unserem Haus parken. Also stelle ich mich mitten auf die Straße, wenn wir zum Arzt müssen und ich sie einladen will?“ Veit Lindner erklärte, dass in solchen Fällen kurzes Halten auf der Sperrlinie nicht untersagt sei. Eine andere Sorge der Anwohner ist, dass nun aufgrund des geschaffenen Platzes noch schneller gefahren werde.

Veit Lindner ließ sich grundsätzlich nicht umstimmen. Doch er machte das Angebot, noch einmal zu prüfen, ob man die Sperrlinie vielleicht von insgesamt 17 auf zehn Meter reduziert und so zwei Parkplätze mehr schafft.

Von Manuela Engelmann-Bunk

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