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Döbeln Wenn der Weihnachtsmann in Choren die Karpfen bringt
Region Döbeln Wenn der Weihnachtsmann in Choren die Karpfen bringt
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19:30 18.12.2016
Quelle: Alexander Prautzsch
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Choren

Glühwein und Roster gehören zur gastronomischen Grundausstattung eines jeden Weihnachtsmarktes. In Choren gehört traditionell frischer Fisch ebenfalls dazu, wovon man sich am Sonnabend überzeugen konnte. Lebend oder geschlachtet und geräuchert – vor allem Karpfen waren gefragt. Manch einer ließ sich noch ein paar Forellen mit Kescher aus dem Bottich heben.

In den Bottichen schwammen neben Karpfen aber auch noch andere Flossenträger: Schleien, Forellen, Hechte, ein Wels und Störe. Wer solche Fische noch niemals lebend und am Stück gesehen, für den bot der Chorener Weihnachtskarpfenmarkt auch ein wenig zoologischen Anschauungsunterricht. Und wie schmeckt eigentlich Stör, von dem die meisten nur die Kaviar genannten Eier kennen? „Stör hat einen ganz eigenen Geschmack, man kann es schlecht beschreiben. Der Fisch hat aber, wie der Wels auch, keine Gräten“, sagt Thomas Jähnichen, Vorsitzender des Anglervereins Choren, der den Frischfischmarkt alljährlich organisiert. Mit Gräten meint der Vereinsvorsitzende das verdickte Bindegewebe zwischen den Muskeln, das vor allem für Vertreter der Karpfenartigen typisch ist.

Über 300 Besucher strömten am Sonnabend ans neue Vereinsheim des Vereins, das dieser im vergangen Jahr bezogen hatte. So brachten die Chorener Angler unterstützt von der Freiwilligen Feuerwehr nun schon zum zweiten Mal den Fisch in ihrem neuen, eigenen Domizil unter die Leute. Viel Arbeit haben die Angler im vergangenen Jahr in ihr neues Heim gesteckt. Haben unter anderem im Innenraum einen eigenen Schlachtraum eingerichtet. Die Gemeinde Mochau hatte damals auch eine Holzbaracke gespendet. Im Einklang mit dem Festzelt macht sie den Weihnachtskarpfenmarkt wetterunabhängig. Einen weiteren Vorteil bietet das neue Vereinszuhause auch: Die Angler können nun ihr gesamtes Zubehör, wie Technik und Boote, unabhängig lagern.

Außer Wels alles drin

Diese kam aber nicht zum Einsatz, um den Markt mit frischer Ware zu versorgen. Die Fische beziehen die Chorener Petrijünger von einer Teichwirtschaft in Schönfeld bei Großenhain. In ihren Vereinsgewässern angeln die Chorener für sich selbst. In diesen gibt es alle Fischarten von A wie Aal bis Z wie Zander. „Welse haben wir nicht“, sagt Thomas Jähnichen. Diese haben die Vereinsmitglieder dann eher am Haken, wenn sie ihre Ruten an der Elbe auswerfen. Außerdem sind die Chorener Angler noch an Zschopau und Mulde aktiv. 50 Mitglieder zählt der Verein derzeit und am Sonnabend waren etliche von ihnen auf den Beinen, sorgten für den reibungslosen Ablauf des Fischverkaufs.

Der ist einer von mehreren Höhepunkten, die jährlich um den Chorener Teich stattfinden. Legendär ist da schon das Teichfest, das in einer wärmeren Jahreszeit steigt.

Von Dirk Wurzel

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